Ich wünschte, die Leute, die sich vor lauter Tierliebe um den gestrandeten Buckelwal sorgen, würden einfach keine Schweineschnitzel, Lammdöner und Fischstäbchen mehr essen.
@Ralph Ruthe was würde das dem wal helfen?
@jabgoe2089 Dem Wal würde es nicht direkt helfen, der Glaubwürdigkeit aber schon.
Ein "Schau, das arme Tier" kommt mit einem Schweineschnitzel, Rinderbraten und einem Glas Kuhmilch (alles aus "moderner Tierhaltung") auf dem Tisch eben nicht überzeugend an.
@NothingTV @jabgoe2089 Es gibt sogenannte Wildtiere und sogenannte Nutztiere. Nutztiere sehen oft niedlich aus, schmecken aber auch gut. Um mal Otto zu zitieren: “Der Hase ist ebenso furchtsam wie schmackhaft.”. Wildtiere schmecken manchmal gut,sind aber auch oft selten und / oder schwer bei REWE zu bekommen. Gibt bestimmt einige Gegenden wo der Buckelwal nicht gerettet sondern gegessen wird.
@FrankEndrullat @jabgoe2089 Heißt das, wir definieren eine Spezies als Nutztier und können damit so umgehen, wie mit einem leblosen Konsumgut und dabei behaupten, wir wären tierlieb, weil es ja auch noch andere Tiere gibt, die das Glück haben, keine Nutztiere zu sein?

@NothingTV @jabgoe2089 Traditionell ja. Die einzige Altentative die ich sehe ist (unwahrscheinlich) soviel Leute von nicht-Fleisch Verzehr zu überzeugen dass es sich nicht mehr lohnt für die Hersteller und verschwindet natürlich.

Alternative: Fleisch aus der Petrischale die im Hinblick auf Qualität und Preis mit natürlichem Fleisch mitziehen kann. Alles Andere ist leider Ideologie und nicht anwendbar im grossem Stil.

@FrankEndrullat @jabgoe2089 Die meines Erachtens wahrscheinlichere Entwicklung ist eine Klimaumlage um die Auswirkungen von Schäden zu finanzieren (z.B. CO2 Steuer) und damit die bisherige Produktion in Massentierhaltung verteuert. Wie es den Tieren ergeht, unter welchen grausamen Umständen sie vegetieren, ist dem typischen Konsumenten noch egal.
@NothingTV @jabgoe2089 Du könntest leider Recht haben. Bin vielleicht etwas blauäugig.
@FrankEndrullat @jabgoe2089 Meines Erachtens gäbe es eine Möglichkeit für mehr "Tierwohl" als auch unsere Zukunft zu sichern. Während es nur ca. 3% Veganer in D gibt, liegt der Marktanteil von Milchalternativen darüber. Es gibt also Verbraucher, die sich nicht als vegan bezeichnen aber trotzdem auf Kuhmilch verzichten können.
Für gelegentlichen Konsum und Haustiere könnte Fleisch aus dem Abschuss von problematischen Populationen wie z.B. Wildschweine, die keine natürlichen Feinde haben, dienen.
@FrankEndrullat @jabgoe2089 Mit unserem aktuellen Konsum fördern wir aber enorme Probleme, z.B. Klimawandel und gesundheitliche Auswirkungen durch massiven Einsatz von Antibiotika, Artensterben u.v.m. Mit unserem Konsum könnten wir hochgerechnet nicht einmal die Hälfte der Menschen versorgen. Das alleine sollte uns zu denken geben, wenn schon Horrorvideos aus Tierhaltungen nichts ändern.
@NothingTV @jabgoe2089 Während ich mich nicht als Vegetarier/ Veganer bezeichnen will, kann ich durchaus längere Zeit ohne Fleisch / Wurst auskommen.womit ich ein Problem habe ist dieser Ansatz “Oh, er hat twei Wochen kein Fleisch gegessen!”. Nein, er hat zwei Wochen leckeres Essen gegessen dass kein Fleisch enthielt. Hat ihn nicht weiter gestört. Das Essen hat geschmeckt und er wurde nicht in eine Schublade gepackt deswegen.
@NothingTV @jabgoe2089 War vor drei Jahren für 10 Tage in Tel Aviv und Jerusalem beruflich. Im Nachhinein hat sich rausgestellt das alles Essen, außer ca. 3 Mahlzeiten, war vegetarisch bzw. vegan. Warum? Weil es lecker war. Aussehen und Geschmack. 🤷‍♂️
@FrankEndrullat @jabgoe2089 In unserer Kultur und Zeit sind von den ca. 3% Veganern vermutlich alle einmal Fleischkonsumenten gewesen und eben wie Du beschreibst aus Neugierde oder Überzeugung zu einer rein pflanzlichen Ernährung gekommen. Wenn wir es jetzt noch schaffen, es weniger emotional und dafür wissenschaftlich fundiert anzugehen, können wir alle (Tiere eingeschlossen) profitieren.