https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/krankenversicherung-reform-gkv-experten-kommission-100.html
Finde ich auch relativ gut und sachlich aufbereitet, und nicht diese „he said, she said“-Berichterstattung. Vor allem finde ich sehr gut, dass sie auch das Dokument selber verlinkt haben. Auch wenn vermutlich kein Laie die 480 Seite durcharbeitet, finde ich es hilfreich gerade bei strittigen Punkten mal nachzusehen was den genau da steht.
Allerdings habe ich auch Kritik, z.B. steht im Artikel auch nur „Abschaffung beitragsfreie Mitversicherung“, der konkrete Reformvorschlag Nr. 60 ist aber „… für Ehegatten/Lebenspartner ohne Kinder unter 6 Jahre“. Kann man diskutieren ob das sinnvoll ist, aber ohne den Zusatz der Kinder ist das eine ganz andere Nummer. Und hätte man problemlos in dem Abschnitt mit aufnehmen können.
Und das ist nur ein Beispiel wo ich explizit mal nachgeschaut habe, weil ich unterschiedliches gehört habe. Vermutlich wird das bei vielen Punkten so sein.
Aber ja, der Artikel sticht auf jeden Fall positiv aus der Berichterstattung hervor? Danke @ZDF
Gute Zusammenfassung. Die leider von der Idee Abstand nimmt, dass in einem funktionierenden Gemeinwesen alle im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten beitragen müssen, um es zu erhalten.
Was ich damit sagen will: Wenn es einen Mehrbedarf an Finanzierung gibt, dann ist dieser prozentual auf diejenigen zu verteilen, die ihn solidarisch zu erbringen haben Also nicht beispielsweise 250 Euro pro Person, sondern x% des jeweiligen vorhandenen Vermögens. Ohne. Jede. Ausnahme.
Durchaus. Das ist der zweite Schritt in der Kalkulation: Welche – unvermeidbaren – gesundheitlichen Risiken trägt die Solidargemeinschaft, und welche – vermeidbaren – gesundheitlichen Risiken trägt man selbst?
Ich denke, wir sind uns einig, dass das Gesundheitssystem als solches dringend reformbedürftig ist. Und dass eine tragfähige Reform alles andere als einfach sein wird.