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Your daily reminder:

Sozial gerechte Mobilitätswende ist klimagerecht - macht aber auch ohne Klimakatastrophe Sinn.

Weil eine große Gruppe von Menschen in unserem Land nicht Auto fahren kann, aber keine Lobby hat. Diesen Mobilität zukommen zu lassen, ihnen Freiheit zu schenken, ist mein Antrieb.

Ich freue mich, wenn du meine Arbeit supportest!
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Gern auch meinen Newsletter abonnierst, mit dem ich meinen Selbstschutz finanziere.
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Es ist bedrückend, wie Adultismus, die Altersdiskriminierung gegenüber Minderjährigen, die Mobilität von Kindern prägt.

Nur noch 45 Prozent von ihnen sind überhaupt täglich draußen.

Wer keinen Führerschein macht, wird von Familie und Peer Group unter Druck gesetzt.

Das zeigen mir viele Gespräche, gerade auch mit Jugendlichen.

Menschen in Armut werden gern als Argument genommen, nichts an der Autozentrierung zu verändern.
Dabei haben sie nur zu 45 % ein Auto.

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Aus dem Führerschein "auszusteigen", ist ein Tabu, weil der Führerschein ein Leben lang gilt.
Egal, welche Krankheiten, Medikamente... ins Leben kommen.
Im Ländlichen haben Alte keine Wahl:
Für Teilhabe müssen sie weiter Auto fahren.
Das ist das Gegenteil von Freiheit und Sicherheit.

Kinder kommen auf die Welt.
Der erste Schritt!
WAS für ein Ereignis.
Nur um gleich danach zu lernen:
Aber nicht draußen alleine, da ist es zu gefährlich, wegen der Autos!

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Menschen, die nicht Auto fahren können oder wollen, sind eine statistisch hoch relevante Gruppe - aber in viele einzelne Gruppen zersplittert.

Das hilft der Autopolitik, sie zu ignorieren.

Warum steht im Grundgesetz, dass ich Recht auf freie Entfaltung habe, wenn ich sie nur mit Auto erhalte?

Ich schäme mich dafür, dass unser Land seit Jahrzehnten Menschen drangsaliert, was die Freiheit angeht, selbst zu bestimmen, wie die Mobilität persönlich gestaltet wird.

5/5

Ich freue ich mich über jeden Support, denn natürlich sind wir im fossilen Backlash und Stimmen wie die meine vom Patriarchat echt nicht gern gehört.

Im Gegenteil.
Dieses gibt sich grad richtig viel Mühe, mich verstummen zu lassen. Das wird aber nicht geschehen, weil ich mit meiner Community stärker bin als unsichere Menschen, deren Mittel nach Wahl der Hass gegen mich ist.

Danke an alle von euch, die mich unterstützen, auf welchem Weg auch immer!

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@SheDrivesMobility Mein Onkel (ca. 90) gibt gerade sein Auto ab. Weil er sich nicht mehr länger zutraut, damit zu fahren. Aufm Land eine mutige, aber auch bedenkenswerte Situation, weil der ÖPNV keine wirkliche Alternative ist.
@susannelilith mein Papa hat das auch sofort gemacht, als eine gewisse Diagnose gestellt wurde. Er war der Einzige, von dem mir das bisher bekannt ist. Bitter.
@SheDrivesMobility Ich glaube, viele fühlen sich ohne Führerschein und Auto nicht als vollwertige Menschen. Aber man wird ja auch von Klein auf so extrem drauf konditioniert, dass es ein Wunder ist, dass es Menschen gibt, die keines haben und auch keine wollen.
@susannelilith das ist as Unmenschliche an diesem System. Jup.
Weil es halt auch viel über die Denke über Menschen aussagt, die nicht automobil sein können oder wollen.
@susannelilith @SheDrivesMobility Danke für das Kompliment! "Wunder" werde ich nicht oft genannt. 🙂

@susannelilith @SheDrivesMobility Hat mein Vater vor 13 Jahren auch gemacht und dann seinen Führerschein wie ein Bild aufgehängt.

https://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der-graue-lappen.html

Der graue Lappen

Vor 2 Jahren habe ich mir eine Wohnung im Senioren Zentrum am Stadtgarten genommen. Die Stadtnähe gibt mir die Möglichkeit, alles zu Fuss und langsam zu erledigen. Daher stellte

@SheDrivesMobility 800 Menschen haben so viel wie der Rest im Land. Grob überschlagen. Und für die machen wir Politik. Die restlichen 90 Millionen sind, naja, die Sklaven 😉
@SheDrivesMobility in einem Land, in dem "Verkehr" meistens "Autos" bedeutet und "ich" oft ein Synonym für "mein Auto" ist wundert mich das nicht.