@karl Das geht aber ohne Waffen nicht. Eine andere Sprache versteht Putin leider nicht. Wie gesagt, Sanktionen _könnten_ eventuell funktionieren, wenn man sie geschlossen umsetzen könnte. Dazu gibt es aber zuviele Abweichler, was die Sache unrealistisch macht. Die USA haben schon unter Biden erheblich Russland geholfen, und sogar mit angeblichen Ukraine-Sanktionen Hilfe an Ukraine gestoppt, indem sie Transaktionen an ganze ukrainische Banken (z.B. Monobank) gesperrt haben.
Dass bei den Waffen zu wenig zu spät geliefert wurde, was den Krieg in die Länge gezogen hatte, ist mir klar. Man hätte Ukraine von Anfang alles liefern sollen, was sie brauchten. Und nicht stattdessen immer deutlich weniger als benötigt, und vorher lange diskutieren und gar Putin um Erlaubnis fragen (z.B. durch Leaken an die Presse und abwarten, wie Russland reagiert). Gerade Scholz war hier extrem schlecht. Und genau deshalb ist die Sache auch so schlimm geworden.
Die einzige andere Option ist Kapitulation, d.h. Belohnung des Angriffskrieges. Das führt aber nur zu mehr Krieg - nämlich dass dann die Ukrainer gegen uns kämpfen, genau wie Tschetschenen gegen Ukrainer und Ostukrainer gegen Westukrainer eingesetzt wurden. Das ist, wie Russland tickt - jeder kampffähige Mensch auf übernommenen Gebiet ist Soldat für den nächsten Krieg.
Daher ist leider die einzige Lösung, die zu Frieden führt, eine erhebliche Unterstützung der Ukraine, bis Russland komplett Ukraine verlässt. Alles andere funktioniert entweder nicht, oder führt nur zu noch mehr Krieg.
BTW, selbst wenn wir geschlossene und effektive Wirtschaftssanktionen durchsetzen könnten - das wird eine Menge russischer Zivilisten töten. Denn so tickt Russland - lieber lassen sie Millionen Bürger verhungern, als dass ein Reicher einen Rubel weniger hat (wie z.B. bei Holodomor) - daher passt auch "eat the rich" kaum irgendwo mehr als in Russland. Dann doch lieber Kombatanten töten...
Und was "schenken" betrifft - das sollte geliehen werden, und bei Sieg der Ukraine von Reparationen eingefordert werden. Bei Verlust gibt es niemanden, von dem man etwas einfordern kann.