Wer den finanziellen Druck auf Familien erhöht, um Frauen auf den Arbeitsmarkt zu drängen, ohne eine angemessene flächendeckende Kinderbetreuung sicherzustellen, erhöht in erster Linie den finanziellen Druck auf Familien.

@mauerunkraut und genau das ist so gewollt.

@kkarhan @mauerunkraut

Noch dazu, wo es passende Jobs gar nicht gibt.

@axebos @kkarhan Auf Threads empfahl man mir als Schulbegleitung oder Putzhilfe zu arbeiten, das ließe sich gut vereinbaren.
@mauerunkraut plus, bei 2-3 Kindern kanns durchaus sein, dass der Ganztagsjob weniger abwirft als die (gute) Betreuung kosten würde
@energisch_ @mauerunkraut ich kenne mehrere Frauen die einen großen Teil ihres Einkommens für die dafür notwendige Kinderbetreuung bezahlen. Überspitzt gesagt, sie arbeiten um die Kinder betreuen zu lassen, müssen sie aber nur betreuen lassen weil sie arbeiten.
Das Ziel möglichst viele Eltern zur Vollzeitarbeit zu bringen funktioniert nur wenn der Staat für eine kostengünstige bzw. kostenlose Kinderbetreuung sorgt.
@skellig Oder wenn Care Arbeit endlich fair entlohnt würde. Aktuell sind im Prinzip Frauen besser dran, wenn sie arbeiten, auch wenn die Kinderbetreuung nahezu den vollen Nettolohn frisst. Denn immerhin erhalten sie dann mehr Rentenpunkte. Und haben die Möglichkeit, sobald sie Lohnsteuer zahlen müssen (je nach Steuermodell) z.B. auch Haushaltshilfe abzusetzen. @mauerunkraut
@energisch_ @skellig @mauerunkraut Wobei die Haushaltshilfe dann ja meist wieder für so wenig Geld arbeitet, dass das Problem einfach weitergeschoben wird. M. E. gehört zur Lösung auch, dass eine Woche mit 30 bis 35 Stunden Erwerbsarbeit normale Vollzeit ist, damit nicht jahrelang immer alles knapp auf Kante ist für Menschen, die Erwerbs- und Sorgearbeit machen ...
@lipow diese Lösung: Arbeiten statt Kinderzeit find ich nicht optimal. Da gibt es soviel Luft nach oben. Die Care Arbeit zu Hause, egal ob Kinder betreuen oder Eltern pflegen wird mit weniger als Minimallohn bezahlt. Schau mal wie wenig übrigbleibt bei Elterngeld oder Pflegegeld statt Vollzeitjob. Wir leben in einem extrem ungerechten Entlohnungsland. @skellig @mauerunkraut
@energisch_ Ja, absolut. Aber ich denke, es kann doch auch nicht funktionieren, dass die einen nur Erwerbsarbeit machen & die ganze Care-Arbeit, für die sie zuständig wären, an andere auslagern, für die das dann wieder die Erwerbsarbeit ist, nur eben schlechter bezahlt & wer macht dann deren Care-Arbeit? Auch wer erwerbsarbeitet, muss doch in der Lage sein, einen nicht unwesentlichen Teil der eigenen Care-Arbeit zu leisten. Mir ist völlig klar, was du schreibst - ich > @skellig @mauerunkraut
@energisch_ > habe aufgrund meiner Angehörigenpflege Einkommenseinbußen, die mich altersarm machen werden, und da ändern weder die 599 Euro Pflegegeld noch die Rentenbeitragszahlungen was dran, die ich dafür bekomme. Aus der Politik kommt dann immer: ja, die Pflege ist ja keine Vollkaskoversicherung! Wofür sie keine Lösung hat: wie Menschen denn selbständig für die eigene Pflege vorsorgen sollen. @skellig @mauerunkraut
@lipow Genau das. Oft ist Pflege von Angehörigen ein 24/7 Job für den es nur sehr wenig Entlastung gibt, je nach Situation. Wenn du die 600 Euro durch die Anzahl Stunden teilst, kriegst du nicht mal Hungerlohn raus, geschweige denn Minimallohn. Und bei den Rentenpunkten ziehst du auch den kürzeren. Aber in ein Pflegeheim? Da muss ich abraten. Die meisten Heime sind personell so minimal aufgestellt, dass es zwangsläufig zu Vernachlässigung kommt. Lebenswert? No chance. @skellig @mauerunkraut
@energisch_ @lipow @skellig @mauerunkraut Plus: Pflegeheime sind viel teurer als manche denken. „Oma ihr klein‘ Häuschen“ wird den potenziellen Erb*innen schon von den Pflegekosten weggenommen oder muss zumindest mit Kredit belastet werden bevor irgendeine Erbschaftssteuer (Freibeträge ausgeklammert) da auch nur drankommt.

@energisch_ @lipow @skellig @mauerunkraut Und wenn alle häuslich Pflegenden angemessen für ihre Leistung bezahlt würden wäre die Pflegeversicherung sehr nah am Jahresanfang schon zahlungsunfähig.
Wir müssen einfach dahin kommen dass auch Pflegebedürftige und die Bewohner*innen in den Pflegeheimen endlich produktiv

UM HIMMELS WILLEN, weiche aus dieser Konversation, perfider Unionsgeist! Pfui. Pfui!

@HolgerTDittmann Sozialkassenverträgliches Frühableben, nachdem wir bis mindestens 70 gearbeitet haben. Das würde unserem Menschenfeind Merz so passen. Natürlich nicht für ihn selbst. @lipow @skellig @mauerunkraut
@HolgerTDittmann @lipow @skellig @mauerunkraut Wie wenige Jahre wir wohl noch von Soylent Green entfernt sind? /s

@energisch_ @HolgerTDittmann @lipow @skellig @mauerunkraut

Eine Regelung zur steuerlichen Absetzbarkeit von assistiertem Suizid wäre hier bestimmt von Vorteil.

@fusselwurm Bring sie nicht auf Ideen, diese Union hat sicher schon Ausschüsse, die not etwas harmloser in diese Richtung beraten. @HolgerTDittmann @lipow @skellig @mauerunkraut

@energisch_ @fusselwurm @lipow @skellig @mauerunkraut Das ist - neben Schwangerschaftsabbrüchen - eines der ganz wenigen Tabus für selbst die progressivsten Unionsmitglieder.

Für den Schutz den ungeborenen Lebens und die Ächtung von Suizid nehmen die auch Faschismus und das Ende der Bewohnbarkeit des Planeten in Kauf.

Sich totarbeiten ist dagegen völlig okay.

Vielleicht auch eine Minderwertsteuer für alle die nicht Mehrwert sind.
@energisch_ @HolgerTDittmann @lipow @skellig @mauerunkraut der
Hintersinn der Sterbehilfe. Erst kämpfst Du für das Recht aus dem Leben zu treten. Dann wird die Sterbehilfe Pflicht wenn Du es nicht mehr bringst. Und einige Leute denken dann, jetzt ist der Sinn des Rechts entstellt. Und anders “I TOLD YOU SO!”
@vgoller Sterbehilfe muss auch so straffrei möglich sein, ohne den wirtschaftlichen Vorteil für eine brutale kapitalistische Ausbeuterwirtschaft. @HolgerTDittmann @lipow @skellig @mauerunkraut
@energisch_ @skellig @mauerunkraut Es gibt auch gute Pflegeheime, aber das ist dann eben eine Kostenfrage. Und für bestimmte Konstellationen gibt es auch gar keine Plätze. Andererseits können halt auch nicht alle jahre- und jahrzehntelang die Angehörigenpflege leisten - oder sie geben halt ihre Lebensqualität komplett auf. Während Merz & Co ihnen zurufen, sie sollten gefälligst länger & mehr arbeiten und Opfer bringen ... wofür?
@skellig @energisch_ @mauerunkraut ich hab das erste Mal im Leben einigermassen gut verdient, kurz nachdem meine Tochter kam. Sohn war Kindergarten. Sie hab ich in Krippe, damit ich den Job behalten konnte. Am Ende des Jahres kam ne Nachzahlung!srechnung über 4500€ von der Krippe. Hat mir fast das Genick gebrochen. Ohne meinen Vater wär ich am A... gewesen. Die nächsten Jahre habe ich über 900€ monatlich nur für Betreuung ausgegeben, bin immer weiter in Schulden gerutscht. PS: Das war vor über 20 Jahren. Heut sicher nicht besser.