Wieso wird eigentlich so oft an die #Schuld und nicht an die #Verantwortung appelliert? Ist das so ein religiöser Atavismus in vorwiegend säkularen Zeiten? 🤔

Ist da die Prämisse, dass problembezogene Erkenntnis über Schuld fast schon mehr präreflexiv verläuft, während einsetzende Erkenntnis via Verantwortung voraussetzungsvoller ist? Ist es die Hoffnung, dass über das Konzept der Schuld mehr in den Chor der Entrüstung einstimmen? Oder hat man Angst davor herauszufinden, dass die Person wissentlich entgegen der geltenden gebotenen Verantwortung gehandelt hat, wohingegen es einfacher zu ertragen und verstehen wäre, dass sie sich einfach 'nur' über die Schuld hinweggesetzt hat?