Mir fällt auf, dass ich Social Media immer einengender finde ... weil es oft nur schwarz und weiß gibt. Es gibt nur eine Meinung von gut und böse, von richtig und falsch und oftmals erscheint es so, dass diese Meinung von Leuten am meisten gilt, die am "lautesten" sind oder sich für die intelligentesten halten. Frauen und Männer.

Ich schrieb es schon mal = ich habe viel zu sagen, ich habe eine eigene Meinung, ich höre mir gerne andere Ansichten an, hinterfrage vielleicht sogar mich selbst ...

...aber das mach ich lieber mit Menschen im echten Leben als online.

Alles was abweicht vom eigenen Bild wird zerpflückt und belehrt und besser gewusst. Mit dem Strom schwimmen, das klappt - alles andere wird schwierig.

Ich fange an Antworten zu schreiben, die ich oft wieder augenrollend lösche, weil ich keine Lust auf bestimmte Diskussionen habe. Denn die sind vorhersehbar. Schwarz und weiß, das klappt wunderbar - das dazwischen fehlt.

@marlen

Räuber und Gendarm, Himmel oder Hölle, Gut oder Böse - wir werden mit dieser Weltsicht großgezogen.
Leider schaffen es viele nicht, sich davon frei zu machen.
Denn eine klare Trennung ist einfach; ein „Zwischendrin“ hingegen meist zu kompliziert.

@bombadil Es wird leider auch immer schlimmer ... gerade auch durch aktuelle Themen und das Erschaffen von Feindbildern. Manchmal ist es schwer gegen diese "all vorherrschende Meinung" anzukommen bis man feststellt, dass im echten Leben vieles nicht so heiß gegessen wird wie online gekocht. Ein bisschen beruhigt mich das ... dass im echten Leben (in meinem Umfeld) nicht so viele Menschen so schwarz-weiß sind und dass man diskutieren kann ohne belehrt zu werden oder sich dumm vorkommen muss 🙄

@marlen

Ich halte mich da schon seit Jahren an Shakespeare:

„Listen to many, speak to a few.“

@bombadil Sehr kluge Worte 😊