Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:

Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).

Anyway:

Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.

In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.

Zurück bauen wir nicht.

@AwetTesfaiesus Das wird die Konzentration in den Städten allerdings noch viel mehr verstärken, denn je weniger bewohnt, desto unattraktiver wird die Breite.

(Also, außer irgendwas explosiv-geopolitisches oder apokalyptisch-klimatisches schreibt uns kurzfristig ganz andere Prioritäten.)

@larsmb Nicht überzeugt von der Theorie.

Ich kenne viele (gerade Migrantys übrigens), die so sehr raus aus der Stadt wollen ("Gras unter den Füßen", sagen viele; speziell Kurd:innen).

@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).

Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.

@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).

@winter @larsmb

Aber wenn Du 2 Schritte zurück machst gilt doch auch:

Du kannst versuchen die goldene Zukunft in Beton zu gießen und die Städte wachsen zu lassen.

Oder: Du organisierst das Leben so, dass sich der Zuzugsdruck reduziert. Letzteres wird mE eher weniger Ressourcen brauchen und nachhaltiger wirken.

Die Idee das Land aufzugeben ignoriert m.E. das da trotzdem die Leute (gut) leben sollen, die unser Essen machen.

Jedenfalls bis zur Ankunft des #FullyAutomatedLuxuryCommunism

@AwetTesfaiesus @winter Die Sache mit dem "die Leute sollen gut leben die dort arbeiten" - absolut richtig.

Aber: wenn du Automatisierung von ÖPNV anführst müsste man auch sagen, dass sich vieles in der Landwirtschaft massiv automatisieren lässt durch moderne Maschinen. Das braucht immer weniger Menschen.

Im Zweifel fährt auch der sprichwörtliche Bauer halt aus der Stadt raus zum Stall.

Ich seh keine reale Alternative zur Verdichtung bei schrumpfender Bevölkerung.

@larsmb @winter

Verstehe. Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich sehe krass viele Probleme in Folge der Nachverdichtung.

Nicht zuletzt sehr viele gesundheitliche.

Ich bin sehr dafür Leben in der Stadt schön und erholsam zu gestalten.

Aber ich denke auch, dass das letztlich Countryside-Forming ist. Die gesamte Solarpunk-Ästhetik ist m.E. das.

So Countryside is the real deal! Und weniger Aufwendiger.