Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:

Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).

Anyway:

Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.

In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.

Zurück bauen wir nicht.

@AwetTesfaiesus Das wird die Konzentration in den Städten allerdings noch viel mehr verstärken, denn je weniger bewohnt, desto unattraktiver wird die Breite.

(Also, außer irgendwas explosiv-geopolitisches oder apokalyptisch-klimatisches schreibt uns kurzfristig ganz andere Prioritäten.)

@larsmb Nicht überzeugt von der Theorie.

Ich kenne viele (gerade Migrantys übrigens), die so sehr raus aus der Stadt wollen ("Gras unter den Füßen", sagen viele; speziell Kurd:innen).

@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).

Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.

@larsmb

1. Verstehe, was Du sagst.

und will hier nicht mit Anekdoten um mich werfen, aber:

2. In Mega-Cities werden die Menschen eher nicht leben wollen (sonder müssen).
3. Läden des täglichen Bedarfs gibt es in den Städten auch nur noch soweit es Lebensmittel betrifft (den Rest liefert überall das Internet).
4. ÖPNV macht in 15 Jahren die selbstfahrende Drohne (eher früher)
5. Medizinische Versorgung lasse ich für den Bereich Notfallmedizin gelten; das Risiko werden Menschen eingehen.

@AwetTesfaiesus Ich will nicht "das Land" ignorieren, dennoch gibt's halt immer irgendwelche ökonomischen Zwänge und praktischen Effekte.

Ich schrieb ja auch nicht "Mega-", sondern "größere" Städte.

Ich hab mich in Hinblick auf (Notfall-)Medizin, aber auch schon normale Versorgung, im Alter gegen zB Schorfheide zugunsten von Suburbia-Berlin entschieden.

Autonomer ÖPNV ändert nur wenig an Distanzen, Dauer, Verfügbarkeit.

"Vorhersagen sind kompliziert, besonders über die Zukunft."