Für unsere Lokalredakteur*innen scheint es ein richtiger Aufreger zu sein, dass bei der "Entwicklung" des Gerberviertels direkt vor den historischen Mauern der Stadt keine Tiefgaragen geplant werden können, weil dort knapp unter der Oberfläche römische Tempelanlagen zu erwarten sind.

Und innenstadtnah wohnen ohne Auto - das bekommen die einfach nicht zusammen. Das ist für die wie eine Luxuswohnung mit einem Plumpsklo im Hof.

Und eine Quartiersgarage ist offenbar auch scheiße, weil man dann ein paar Meter zu Fuß gehen muss.

Ganz ehrlich: Ich befürchte, sich von der Autosucht zu befreien ist schwieriger, als von Heroin loszukommen.

@Erdrandbewohner
Da sind viele Städte selber Schuld. Die Immobilienentwickler wollen keine Stellplätze bauen, kostet zu viel Geld und bringt wenig. Die Stellplatzsatzung schreibt es aber vor. Dein Beispiel Trier: Zone 1 hervorragende ÖPNV-Anbindung reduziert die Stellplätze nur um 30%. Zusätzlich darf man keine anderen Abstellanlagen oder ähnliches queren müssen um dahin zu gelangen. Schränkt das Konzept Quartiersgarage auch wieder ein.
@rico Jepp, das mit den Satzungen ist mir bewusst. Allerdings gehts (als Ausnahme) auch anders, aber das ist ein wahnsinniger Aufwand, um das rechtlich wasserdicht durchzubekommen. Mieter / Besitzer müssen sich verpflichten, jetzt und in Zukunft kein Auto zu besitzen. Davor schrecken viele Besitzer*innen zurück, weil das angeblich den Wert der Immobilie / Wohnung schmälert.