»Wie AIPAC Europa eroberte: Das wenig bekannte European Leadership Network nutzt samerikanisches Geld & israelischen Rechtsaußen-Einfluss für eine der ambitioniertesten Lobbykampagnen Europas — nahezu ohne öffentliche Kritik« Yossi Bartal

»ELNET: AIPAC auf Europatour
Wie ELNET amerikanische pro-israelische Lobbytaktiken nach Europa brachte«
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ELNET: AIPAC auf Europatour – the Diasporist

ELNET verfolgte ein ehrgeiziges Projekt: die Israel-Lobbyarbeit in ganz Europa zu koordinieren – „sehr ähnlich dem, was AIPAC in den USA so erfolgreich erreicht hat“, wie ein ELNET-Vertreter in einer anderen geleakten E-Mail formulierte.

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»ELNET verfolgte ein ehrgeiziges Projekt: die Israel-Lobbyarbeit in ganz Europa zu koordinieren – „sehr ähnlich dem, was AIPAC in den USA so erfolgreich erreicht hat“

Die beiden Hauptziele waren, wie aus einer weiteren Nachricht aus Prosors Postfach hervorgeht, die Anerkennung eines palästinensischen Staates zu verhindern und europäische Staaten zu einem repressiveren Umgang mit der BDS-bewegung zu bewegen. Heute ist deutlich, wie erfolgreich diese Bemühungen waren.«

»ELNETs wichtigste Tätigkeit ist die Organisation von Delegationsreisen: Europäische Parlamentarier:innen, Militärangehörige, Journalist:innen und andere Entscheidungsträger:innen werden zu sorgfältig kuratierten Reisen nach Israel eingeladen.
[..]
Seit 2010 spielte ELNET eine wichtige Rolle dabei, europäische Unterstützung für die Besatzung der palästinensischen Gebiete & die damit verbundenen Gewaltakte zu sichern – ebenso wie bei einigen der größten Waffenverkäufe in der Geschichte Israels.«
»Heute gilt Deutschland als Israels engster Verbündeter innerhalb der EU. Doch als ELNET Anfang der 2010er-Jahre dort seine Arbeit aufnahm, war das keineswegs selbstverständlich. Deutsche Politiker:innen fühlten sich aus historischen Gründen zwar stets in besonderer Weise mit Israel verbunden. Gleichzeitig blieb jedoch Raum für Differenzierungen. Das Bekenntnis der Bundesrepublik zum internationalen Völkerrecht brachte sie immer wieder in Konflikt mit der israelischen Besatzungspolitik. «

»So sprach etwa Gabriel, damals Vorsitzender der SPD, nach einem Besuch in der pal. Stadt Hebron im 2012 von einem Apartheidregime. Trotz der heftigen Kritik, die daraufhin einsetzte, nahm Gabriel seine Aussage nicht zurück. Zwei Jahre später plädierte V. Beck von den Grünen – damals Vorsitzender der D-I-Parlamentariergruppe – dafür, milit. Unterstützung für Israel an einen Baustopp in den Siedlungen zu knüpfen.

Nur wenige Jahre später waren solche Positionen politisch kaum noch zu halten.«

»Seit Beginn seiner Tätigkeit in Deutschland präsentiert sich ELNET als parteiunabhängiger Thinktank [..] Erster Büroleiter in Deutschland wurde Andreas Büttner, ein gescheiterter Lokalpolitiker der FDP, der später zu den Linken wechselte und dort bis vor Kurzem zu den entschiedensten pro-israelischen Stimmen gehörte. Auf Büttner folgte der professionelle Lobbyist Daniele Nati als Geschäftsführer. Nati war zuvor mehrere Jahre für den Tabakkonzern Reemtsma tätig gewesen«
»Wie in anderen Ländern gehörte auch in Deutschland die Organisation parlamentarischer Delegationsreisen zu den zentralen Aktivitäten der Organisation. In den ersten vier Jahren seit seiner Gründung flog ELNET mindestens 36 Bundestagsabgeordnete zu vollständig finanzierten Reisen nach Israel. «
»Einem auf Eliaz’ persönlicher Website veröffentlichten Lebenslauf zufolge führte dessen „kontinuierliche Tätigkeit in den höchsten politischen Kreisen Deutschlands“ während seiner Zeit bei ELNET dazu, dass eine „harte Politik gegen BDS“ beschlossen wurde. „Selbst die linksextreme Partei, Die Linke, wurde nach Besuchen … in den Jahren 2011 und 2015 erstmals dazu bewegt, sich öffentlich gegen BDS zu positionieren“, behauptete er.«
»Einen deutlichen Ausbau seiner Aktivitäten erlebte ELNET Deutschland, als 2019 Carsten Ovens an die Spitze der Organisation berufen wurde. Ovens, ein junger CDUler war 2015 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt worden. 2017 brachte er gemeinsam mit der heutigen Bildungsministerin und ELNET-Beirätin Karin Prien erstmals eine Anti-BDS-Resolution in ein deutsches Parlament ein.
Ein Jahr lang war Ovens zugleich Geschäftsführer von ELNET Deutschland und Mitglied der Hamburger Bürgerschaft«
»Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels haben ca. 160 deutsche Parlamentarier:innen an ELNET-Delegationen teilgenommen – überwiegend Bundestagsabgeordnete, aber auch Abgeordnete von Landtagen und des Europäischen Parlaments. Damit ist ELNET der größte private Anbieter von Auslandsreisen für Parlamentarier in der Geschichte Deutschlands.«

»Danach übernahm Emmanuel Navon die Leitung des israelischen ELNET-Büros.

Öffentlich sprach sich Navon für die Annexion des Westjordanlands sowie für die Ausweisung afrikanischer Geflüchtete aus Israel aus. Als ELNET-Direktor erklärte er zudem, man müsse „den Stolz der Jugend auf die westliche Zivilisation gegen das ‚Opium‘ des Wokeismus wiederaufbauen“. «

»2025 führte ELNET erstmals öffentlich eine Delegation zu Besuchen in israelischen Siedlungen im Westjordanland sowie zu deren politischen Vertretern.

Parallel dazu vertiefte ELNET seine Zusammenarbeit mit der israelischen Rüstungsindustrie und nutzte rasch den militärischen Aufrüstungsschub in Europa nach Russlands Invasion in die Ukraine im Jahr 2022.

ELNET schrieb sich selbst eine wichtige Rolle beim größten Rüstungsgeschäft in der Geschichte Israels zu«

Meine Meinung dazu?
Lobbyvereinigungen von rechtsextremen Einzelpersonen, Gruppierungen und Regierungen ist stets zu misstrauen. Alle, die für diesen Lobbyverein arbeiteten oder auf Propagandareisen mitfahren sollte man bei dem betreffenden Thema als befangen betrachten, und das muss öffentlich kommuniziert werden.
@stephie_hamburg ich kann gar nicht so viel essen, wie ich ...