"Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des Internationalen Olympischen Komitees künftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen."

Äh... "alle"?

Ich habe Fragen:
- Bin ich der einzige, der dabei Schreikrämpfe bekommt?
- Haben die sie noch alle?
- Gibt es Außerirdische, die mich hier abholen können?

#IOC #Geschlechtertest #Trans #Sport #Olympia

https://www.sportschau.de/olympia/ioc-fuehrt-verpflichtende-geschlechtertests-ein,ioc-coventry-geschlechtertests-transfrauen-100.html

IOC führt verpflichtende Geschlechtertests für Sportlerinnen ein

Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des Internationalen Olympischen Komitees künftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen.

sportschau.de

@AndreasEsch
@masek

Äh ... nein, nicht alle. Nur die, die an Frauenwettbewerben teilnehmen wollen. Die, die an Männerwettbewerben (oder gar nicht) teilnehmen wollen, können das ohne Test tun.

Das Männer an Frauenwettbewerben teilnehmen dürfen, ist offensichtlich unfair. Männer sind in vielen Sportarten überlegen. Andere Sportarten, in denen "Männlichkeit" keinen Vorteil bringt, unterscheiden nicht in Männer- und Frauenwettbewerbe.

Zwei Fragen, die zu beantworten sind:
Welche Kriterien mit welchen Grenzwerten und mit welchen Tests können zur Zulassung zu Frauenwettbewerben herangezogen werden?
Wie weit können (und müssen) kleine und kleinste Minderheiten berücksichtigt werden und "fair" behandelt werden, ohne faire Bedingungen für die überwiegende Mehrheit unmöglich zu machen?

Ja, das ist unfair gegen einzelne oder wenige, aber die, die sich deshalb aufregen und die Alarmglocke ziehen, frage ich dann nach einer Lösung, die (auch) die Rechte der Mehrheit schützt.

@secid Als erstes: Es ist ein inexistentes Problem das gelöst wird.

Die Aussage, dass Männer Frauen die Preise in ihren Sportarten wegnehmen, war die ganze Zeit ein Mythos.

Im Gegenteil: man nutzt es schon immer als Waffe. Als Beispiel möchte ich Ewa Kłobukowska, der man das "Frau sein" absprach und man die Medaillen weg nahm. Joke am Rande: sie wurde Mutter eines Kindes.

Weiterhin sind manche Sportarten getrennt worden, weil es den Männern peinlich war, von Frauen geschlagen zu werden. Beispiel ist hier das Schießen:

https://www.infosperber.ch/gesellschaft/sport/maenner-wollen-im-schiessen-von-frauen-nicht-blamiert-werden/

Wenn es also um Gerechtigkeit geht, dann müsste jeder Sportler getestet werden. Es kann ja nicht sein, dass eine Frau sich bei Sportarten einschmuggelt und dort einen Vorteil hat.

Und am Ende gilt sowieso: um eine Chance auf den Sieg zu haben, muss man in den meisten Sportarten so oder so ein genetischer Freak sein.

Egal wie intensiv man trainiert und wie entschlossen man ist, ohne einen 6'er im Gen-Lotto hat man z.B. in der Leichtathletik keine Chance.

Wenn es um Fairness ging, müsste man eher Menschen mit genetischen Vorteilen ausschließen (z.B. mehr Kapazität für Sauerstoff im Blut).

Es geht wie immer nur um die Ausübung von Macht.

@AndreasEsch

Männer wollen von Frauen im Schiessen nicht blamiert werden

In den Schiess-Disziplinen durften Frauen an der Olympiade nicht zusammen mit Männern antreten. Es gibt einen einleuchtenden Grund.

infosperber

@masek @AndreasEsch
Das Problem ist existent schon allein dadurch, das darüber diskutiert wird. Die Behauptung, das ein Problem nicht existent ist, habe ich oft als polemische Schutzbehauptung zu Gunsten des Behaupters wahrgenommen.
Genauso schlecht ist für mich die Aussage "es gibt keinen Diskussionsbedarf. An Frauenwettbewerben dürfen nur Menschen teilnehmen, bei denen Frau auch im Pass steht. Das wäre gerade für einige Menschen in den USA problematisch.

Es mag sein, dass es um die Ausübung von Macht geht und dass vieles verboten werden müsste. Es mag sein, dass Menschen benachteiligt werden. Das Olympiasieger nicht normal sind und das "normal" sein nicht das Maß aller Dinge ist, wird mir, wenn ich sowas sage, von queeren Menschen oft übel genommen.

Mit all diesem halte ich es weiterhin für wichtig, in einem demokratischen, offenen Prozess Regeln festzulegen und mit der Macht der Executive in der Demokratie durchzusetzen sind.
Das dieses Vorgehen dann nicht jeden einzelnen zufrieden stellt, habe ich persönlich oft genug erfahren. Das nicht jede Minderheit zwangsweise berücksichtigt werden kann, gehört auch zur Demokratie und es ist Teil der Demokratie, den Mehrheitswillen auszuhalten.

Die Forderung, dass alle getestet werden sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Alle, die an Frauenwettbewerben teilnehmen wollen ja, wenn es demokratisch zur Regel gemacht wird. Aber zur Testpflicht bei Männerwettbewerben fehlt mir jede Sinnhaftigkeit, angefangen beim Mangel an Ausschlusskriterien.

Bei künstlicher Trennung wäre ich ggf. für eine Prüfung.
Undemokratische Machtausübung und Korruption durch Funktionäre jeglichen Geschlechts muss bekämpft werden.

@secid @AndreasEsch

Erstens: Das IOC ist in etwa so demokratisch wie Nordkorea. Es ist eine der korruptesten Organisationen die ich kenne. Daher haben die Regeln keinerlei demokratische Legitimierung. Sie sind alleine aus dem Grunde getätigt worden, um einem Machtbaben zu gefallen.

Eine Regel ist immer dann abzulehnen, wenn sie willkürlich ist. Das ist in diesem Fall gegeben. Wir schließen Männer von Frauen-Wettbewerben aus und Frauen von Männer-Wettbewerben. Aber nur Frauen sind jemals beweispflichtig. Das ist offensichtlich willkürlich.

Als Testkriterium hat man für Frauen das Vorhandensein eines Y-Chromosoms gemacht. Also wäre ein gleichartiges Ausschlußkriterium, die Abwesenheit eines Y-Chromosoms für Männer. Fun fact: Viele Männer haben kein Y-Chromosom (ca. 1:10.000).

Um klarzustellen: Ich halte die Regelung für unwissenschaftlich und denke, dass die weder bei Frauen noch bei Männern sinnvoll ist.

Die Nicht-Existenz eines Problemes kann man nicht beweisen. Man kann nur darauf verweisen, dass es keine dokumentierten Probleme in nennenswerten Umfang gibt.

Derjenige der postuliert, dass ein Problem regelungsbedürftig ist, ist immer in der Beweispflicht.

Genau das ist ja die Kritik. Niemand hat das getan. Das Problem wird nur postuliert. Man ist aber Frauen massiv angegangen, obwohl diese den Beweis erbracht haben, dass sie nach allen Regeln weiblich sind.

IMHO wäre die einzige sinnvolle Maßnahme die Einstellung der olympischen Spiele.