@masek @AndreasEsch
Das Problem ist existent schon allein dadurch, das darüber diskutiert wird. Die Behauptung, das ein Problem nicht existent ist, habe ich oft als polemische Schutzbehauptung zu Gunsten des Behaupters wahrgenommen.
Genauso schlecht ist für mich die Aussage "es gibt keinen Diskussionsbedarf. An Frauenwettbewerben dürfen nur Menschen teilnehmen, bei denen Frau auch im Pass steht. Das wäre gerade für einige Menschen in den USA problematisch.
Es mag sein, dass es um die Ausübung von Macht geht und dass vieles verboten werden müsste. Es mag sein, dass Menschen benachteiligt werden. Das Olympiasieger nicht normal sind und das "normal" sein nicht das Maß aller Dinge ist, wird mir, wenn ich sowas sage, von queeren Menschen oft übel genommen.
Mit all diesem halte ich es weiterhin für wichtig, in einem demokratischen, offenen Prozess Regeln festzulegen und mit der Macht der Executive in der Demokratie durchzusetzen sind.
Das dieses Vorgehen dann nicht jeden einzelnen zufrieden stellt, habe ich persönlich oft genug erfahren. Das nicht jede Minderheit zwangsweise berücksichtigt werden kann, gehört auch zur Demokratie und es ist Teil der Demokratie, den Mehrheitswillen auszuhalten.
Die Forderung, dass alle getestet werden sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Alle, die an Frauenwettbewerben teilnehmen wollen ja, wenn es demokratisch zur Regel gemacht wird. Aber zur Testpflicht bei Männerwettbewerben fehlt mir jede Sinnhaftigkeit, angefangen beim Mangel an Ausschlusskriterien.
Bei künstlicher Trennung wäre ich ggf. für eine Prüfung.
Undemokratische Machtausübung und Korruption durch Funktionäre jeglichen Geschlechts muss bekämpft werden.