Klingbeil zu Reformvorschlägen: Menschen sind zu Opfern bereit

Bundesfinanzminister Klingbeil will Menschen mit kleinen Einkommen entlasten. Um dies erreichen zu können, werden die Menschen insgesamt mehr arbeiten müssen, sagte er in den <em>tagesthemen</em>. Dies könnte vor allem Akademiker treffen.

tagesschau.de

@AwetTesfaiesus Ja, schon - ich bin, wie andere hier, *unter Bedingungen* bereit. Ich würde mich aber selbst eben auch als relativ (!) privilegiert betrachten.

Ich kenne im Augenblick weder die Rede noch die Vorschläge genauer, sondern nur das Interview, und da fand ich es ehrlich gesagt gar nicht so verkehrt, was er sagte:

Denn über Integrationsangebote, Ehegattensplitting und Lebenshaltungskosten kann man ja durchaus diskutieren und vielleicht sogar ganz gute Sachen machen. Meinetwegen auch über Lebensarbeitszeit. Hat er denn irgendwo auch (mehr oder weniger) konkrete Handlungsfelder genannt, auf denen er diejenigen mit den großen Einkommen und Vermögen heranziehen will?

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@AwetTesfaiesus
Es kann ja auch eine Strategie sein, die eigene Kompromissbereitschaft auszuflaggen, um sich Glaubwürdigkeit als "Modernisierer" zu verschaffen und dann die für die Union schmerzhaften Forderungen anders ins Spiel zu bringen. Das sollte dann aber auch bald erfolgen und schon noch ein paar andere Punkte umfassen. Sonst präsentiert die Union schon ein Einverständnis zur Abschaffung des Ehegattensplittings und eine Zustimmung zur weiteren Förderung von Integrationskursen als superkrasse Zugeständnisse. Es wäre ein guter Zeitpunkt, jetzt bald z.B. eine Vermögenssteuer zu fordern und sich nicht auf einen Streit um "Kleinkram" (?) wie Ehegattensplitting und Pendlerpauschale einzulassen.

Die Union weiß ja auch, dass sich die SPD nach den Wahlschlappen profilieren muss. Eine einzige wichtige Kernforderung kann die SPD daher vielleicht auch dann durchbekommen, wenn sie für die Union schmerzhaft ist. Solange eben die Union dafür eine funktionierende Regierung bekommt.

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@anwagnerdreas Ich hasse es das zu sagen, aber:

Jeder in der Union weiß doch, dass Klingbeil nichts auf der Hand hat. He just doesn't have the cards!