es gibt ein mechanismus namens betna (best alternative to a negotiated agreement), der besagt, dass dein verhandlungsleverage immer durch das fulcrum der besten dir zugänglichen pfadalternative stablisiert wird. https://en.wikipedia.org/wiki/Best_alternative_to_a_negotiated_agreement

wir kennen das: hast du ein alternatives angebot in der hinterhand, traust du dich mehr zu fordern, denn die pfadalternative begrenzt die kosten eines scheiterns der verhandlung.

hätten wir eine vernünftige ökonomische forschung, wäre das ein schwerpunkt.

Best alternative to a negotiated agreement - Wikipedia

jedenfalls: wenn man betna verstanden hat, versteht man, warum die kahlschlagspläne von cdu und spd beim bürgergeld nicht nur die bürgergeldempfänger*innen selbst, sondern uns alle ärmer machen.

bürgergeld ist das allgemeine betna, das unser aller verhandlungsfulcrum stärkt. sinkt das betna, sinkt das leverage aller lohnabhängigen.

es ist völlig irre, dass viele lohnabhängige das auch noch selbst fordern.

@mspro

Was du beschreibst, ist dasselbe wie das, was die "Regierung" aus ihrer Perspektive "Lohnabstandsgebot" nennt. Und klar: Dem Proletariat darf keine Verhandlungsmacht gelassen werden, sonst wäre ja die freie Wahl des Arbeitsplatzes, von dem das GG redet, tatsächlich eine.