RE: https://fnordon.de/@giardino/115960250578090054

seitdem hatten wir
– Z̶a̶h̶n̶e̶r̶s̶a̶t̶z̶ zahnärztliche Behandlung nur noch privat zahlen
– Ehepartner*in nicht mehr mitversichern

(ich vergesse gerade sicher was)

(Edit: tatsächlich nicht nur Zahnersatz, danke @hafensonne)

@giardino Möglicherweise mache ich mich unbeliebt, aber ich sehe wirklich keinen Grund, Gattinnen, die keiner Erwerbsarbeit nachgehen, mit meinen Krankenkassenbeiträgen mitzufinanzieren. Jedes Jahr steigt mein Beitrag um > 100 Euro. Seit 2018 um 50%. So stark kann ich meine Preise gar nicht anheben.

Solange Care-Arbeit für junge Kinder, behinderte oder alte Menschen geleistet wird, ist das sinnvoll.

@dieliebenessy @giardino Etwa 84 % der Mitversicherten sind ja Kinder. Wie viele der restlichen Mitversicherten sind denn solche Partner*innen? Gibt's da Zahlen?
@katzentratschen Die Krankenkassen werden die Zahlen haben, öffentlich ist es wahrscheinlich nicht. Auch wenn es nur 5% sind, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen. Gleichzeitig ist es natürlich nicht die alles heilende Maßnahme. Wie @giardino sagt: Es fehlt das Gesamtkonzept.
@dieliebenessy @giardino An die Zahlen mitversicherter Partner*innen kommt man ran, ich habe die verbleibenden 16 % ja nicht geschätzt oder geraten. Es gibt basierend auf den mir bekannten öffentlich zugänglichen Dokumenten lediglich ein, zwei Prozentpunkte Unsicherheit, weil die Gruppe nicht separat ausgewiesen wird, sondern man die Differenz zu mitversicherten Kindern und ein paar Sonderfällen wie Altenteilern (Landwirtschaft) berechnen muss. 1/2
@dieliebenessy @giardino Aber das war ja nicht mein Punkt: Weiter oben hieß es, Mitversicherung sei sinnvoll »solange Care-Arbeit für junge Kinder, behinderte oder alte Menschen geleistet wird«. Eben diese Zahlen hat die Kasse nicht oder nicht vollständig. Und ob es 15 % oder 5 % oder nicht mal 1 % sind, ist IMHO durchaus wichtig, sonst führen wir nämlich ganz schnell eine Schmarotzer-Scheindebatte wie bei den vermeintlichen Arbeitsverweigerern. 2/2
@katzentratschen Laut dem Handelsblatt sind die Hälfte der Haushalte in denen Ehepartner mitversichert sind solche mit niedrigem Einkommen, Die werden kaum mal eben 225€ mehr im Monat aufbringen können. Des weiteren bleibt ein Partner sicher nicht aus Faulheit zu Hause, da gibt es in der Regel handfeste Gründe. Das wird in der Debatte immer gerne übersehen.