Für alle, die nicht Frau sind und sich daher möglicherweise nicht vorstellen können, welchen unerträglichen Situationen wir im Alltag ausgesetzt sind, möchte ich gern folgenden autobiograf. Text aus meiner Feder teilen.
Sorry, wenn der Dreiteiler als Screenshot vllt. ein bisschen schwer zu lesen ist.
Mir ist aber einfach wichtig, dass diese permanente Bedrohung, die wir Frauen tagtäglich erleben, wahrgenommen wird.

NEIN, es sind nicht nur die einzelnen Täter sondern Millionen Mittäter!

Und ja: Auch in meinem Kopf arbeitet bis heute die Frage (oder eher die Gewissheit) weiter, was passiert wäre, wenn ich dort allein mit meiner Tochter zu Abend gegessen hätte und nicht mein großer, kräftiger Mann anwesend gewesen wäre, der mit Clint-Eastwood-Blick signalisieren kann, dass im Falle eines Falles mit ihm nicht gut Kirschenessen ist...

Dass es nicht beim Grunzen von Sauereien, immer näher an uns Ran-Drücken und Anglotzen geblieben wäre, steht vermutlich außer Frage.

@LeilahLilienruh
Mir steckt ein richtiger Kloß im Hals!

Für mich hat sich die Wirtin mit ihrem bewussten Ignorieren der offensichtlichen Situation mit schuldig gemacht. Vermutlich, weil dieses Schmierentypen dort Stammgäste sind und sie es sich mit denen nicht verscherzen wollte.... 

@wortsalatfinchen Die junge Frau, die serviert hat, war nur eine Bedienung. Sie konnte selbst kaum an den Typen vorbeikommen, ohne dass dauernd anzügliche Sprüche kamen. Und wenn einer was richtig Ekliges sagt, dann lachen die anderen Typen ja immer schön wiehernd mit - quasi als Belobigung.

Der Wirt stand wohl hinter der Theke, wenn ich das richtig eingeschätzt habe. Und der war einzig und allein mit Bierzapfen beschäftigt, schön zügig, damit der Laden brummt...

@LeilahLilienruh

Wenn sogar der Wirt anwesend war, dann verstehe ich die Nicht-Reaktion des Personals um so weniger. Sollte es denen nicht wichtig sein, dass sich ALLE Gäste wohl fühlen? So etwas spricht sich doch auch rum, erst recht in kleineren Gegenden...