Die Union rennt mal wieder magischen Lösungen hinterher, die angeblich "alle machen", von denen nix im Einsatz ist, die aber angeblich alle Probleme lösen: Flugtaxis, Transrapid, Fusion, Mini-AKW, CCS - nur damit im hier und jetzt nicht Probleme angegangen werden müssen.

Neuster Spin: #AtommüllRecyceln... Es hat den Anschein, dass BS-Artist Johannes Winkel - wie viele seiner Partei-Kollegen - sehr vieles aus der Wissenschaft nicht mitbekommen will.

#CDUShitShow

@TwraSun Aber was ist den der Stand heute dazu? Viel kann ich dazu nicht finden.

https://www.zdfheute.de/panorama/atommuell-akw-endlager-transmutationsanlage-100.html

Studie: Atomabfälle könnten umgewandelt werden

Mit einer sogenannten Transmutationsanlage könnte sich der Umgang mit Atommüll wesentlich ändern. Laut einer Studie könnten so sogar wertvolle Elemente zurückgewonnen werden.

ZDFheute

@tino76H @TwraSun

Es gibt keine funktionierende Transmutation, die auch nur ansatzweise wirtschaftlich wäre oder im Großmaßstab funktioniert.

Quarks und Co

So könnte man Atommüll recyceln – Transmutation

Wir suchen nach einem Endlager für Atommüll – dabei ließe er sich auch umwandeln oder recyceln. Für Deutschland kommt das aber nicht infrage.

quarks.de

@wolfgang @TwraSun
Ja ich weiß. Den guten Artikel von 2020 hab ich gelesen.
Aktuell wird halt eine Studie zitiert nach der es perspektivisch gehen soll und nicht übemäßig teuer ist.

Das etwas aktuell noch nicht geht oder gibt halte ich nicht per se für ein gutes Argument.

Aber wenn Wissenschaftler sagen das es durchaus gehen kann, sollte man das berücksichtigen.

@wolfgang @TwraSun
Zur Einordnung , ich bin diesbezüglich auch skeptisch und würde es auch nciht als Argument sehen wieder auf Kernkraft zu setzen - lediglich als Chance den Müll zu verringern oder seine Reststrahlung zu verkürzen.

Ich bezog mich hierauf, bzgl des wissenschaftlichen Meinung.
Leider find ich nichts wirklich aktuelles aus der Wissenschaft.

https://www.deutschlandfunk.de/ueber-transmutation-die-verharmlosung-des-atommuells-100.html

Über Transmutation - Die Verharmlosung des Atommülls

Wird es den Menschen in einer Million Jahren noch geben? Seinen Atommüll jedenfalls schon. Dabei könnten sich die langlebigen radioaktiven Stoffe zu harmloseren "zermahlen" lassen. Warum nur hat Deutschland kein Interesse daran?

Deutschlandfunk

@tino76H @wolfgang @TwraSun

Schau mal hier - die haben sich das mal etwas genauer vorgenommen:

https://www.base.bund.de/de/nukleare-sicherheit/kerntechnik/partitionierung-transmutation/partitionierung-transmutation.html

Zitat:

Ist Transmutation in der Praxis umsetzbar?

Bislang existiert keine industriereife Transmutations-Anlage. Bis dahin könnten – so dass vom BASE in Auftrag gegebene Gutachten – noch viele Jahrzehnte vergehen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wäre mit hohen Kosten verbunden.

Laut den Modellrechnungen müssten drei bis 23 dieser auf Transmutation ausgelegten Atomkraftwerke zwischen 55 und 300 Jahren betrieben werden, um einen Großteil der deutschen Transurane zu transmutieren. Das P&T-Verfahren würde somit den Aufbau einer umfangreichen kerntechnischen Industrie notwendig machen.

Transmutation hochradioaktiver Abfälle

Partitionierung und Transmutation (P&T) ist bislang nur eine Theorie. Mithilfe von Transmutation soll hochradioaktiver Atommüll so aufbereitet werden, dass die Strahlung schneller abnimmt. Sind diese Konzepte in der Praxis umsetzbar und können sie ein Endlager ersetzen?

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

@tino76H @wolfgang @TwraSun

Dies ist durch die derzeitige Gesetzeslage in Deutschland nicht gedeckt. Der Grund: Nach den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima gibt es hierzulande einen breiten gesellschaftlichen Konsens darüber, künftig keine Atomkraftwerke mehr zu betreiben. Die drei letzten Atomkraftwerke wurden am 15. April 2023 abgeschaltet.

@tino76H @wolfgang @TwraSun

Noch ein Zitat:

"Im Rahmen einer von der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIN-D) durchgeführten Studie wurde unter anderem die tiefengeologische Endlagerung zugunsten der oben genannten Technologie in Frage gestellt. Die Forschungsabteilung des BASE hat die Ergebnisse SPRIN-D-Studie wissenschaftlich geprüft. Im Ergebnis sieht das BASE keine Alternative zur tiefengeologischen Endlagerung. Auch eine zeitnahe Umsetzungsmöglichkeit eines neuartigen Reaktors zu den in der Studie genannten Konditionen ist nicht gegeben. Hier finden Sie die Stellungnahme und die zusammengefassten Ergebnisse:"

https://www.base.bund.de/shareddocs/downloads/de/fachinfo/fa/fachstellungnahme-umsetzungsstudie-sprin-d.pdf?__blob=publicationFile&v=4

@tino76H @wolfgang @TwraSun

Und es geht hier nur um die Transurane - Es gibt aber noch einen ganze Menge weiteren strahlenden Müll aus leichteren Kernen die bei der Fission entstehen. Und da ist die noch theoretisch vorhandene Fissionsenergie bis zum Eisen als stabilen Endprodukt so klein, daß sich das technisch überhaupt nicht umsetzen läßt.

@echopapa @tino76H @TwraSun

Der einzige Vorteil den ich sehe: Der stark strahlende Abfall muss nur noch 800 oder 1.000 Jahre aufbewahrt werden.

Alle bisherigen Versuche sind entweder teuer gescheitert oder nicht in Betrieb gegangen. Selbst wenn es technisch möglich wäre, würde das alles die schon jetzt teuerste Form der Energiegewinnung noch weiter zu verteuern.

Aber man kann jetzt so herrlich davon ablenken, um wieviel günstiger die Stromerzeugung mit Wind und Solar ist.

Das Ziel bei allen diesen Versuchen ist es, Strom möglichst in kapitalintensiven Großanlagen zu erzeugen, damit die Gewinne bei Konzernen anfallen und nicht beim Wahlpöbel.

@wolfgang @tino76H @TwraSun

das "löst" aber nur das Problem der Transurane.

Von Prinzip her bräuchten wir Wiederaufarbeitungsanlagen, die sämtliche radioaktiv belasteten Stoffe sortenrein in Elemente zerlegen können und noch besser in einzelne Isotope, weil stabile gar nicht wieter behandelt werden müssen ound Isotope mit nur kurzer Halbwertszeit vielleicht anderweitig leichter verwertbar sind (nach dem Zerfall).

Dafür haben wir überhaupt keine Technik jenseits minimalster Mengen im Labormaßstab.

Und bei den leichteren Zerfallsprodukten schaut es auch mit Transmutation nicht toll aus, Stichwort "Einfangquerschnitt"

https://de.wikipedia.org/wiki/Transmutation#Spaltprodukte

Generell kannst du mal die Wikipedia-Seite durchschauen. Da steht viel zu allerlei unterschiedlichen Ansätzen der Transmutation.

Transmutation – Wikipedia

@echopapa @wolfgang @TwraSun

Naja dieser Konsens
hat sich durch zahlreich gestreute Fehlinformation oder zumindest Halwahrheiten , aber geändert.
Viele haben die Gefährlichkeit vergessen und meinen das man den Atommüll einfach so weiterverarbeiten könne und das achso moderne Reaktoren völlig ungefährlich sind. Daher könnten die richtigen Leute Gesetze ändern.

Ich frage nur nach weil ich mich schlau machen will um solchen Argumenten sachlich fundiert entgegen stehen zu können .

@tino76H @echopapa @TwraSun

Ich verweise dann gern auf die Söder-Challenge und auch darauf, dass ausgerechnet Söder von vorneherein die Endlagerung in Bayern ausschließt.