Für alle, die nicht Frau sind und sich daher möglicherweise nicht vorstellen können, welchen unerträglichen Situationen wir im Alltag ausgesetzt sind, möchte ich gern folgenden autobiograf. Text aus meiner Feder teilen.
Sorry, wenn der Dreiteiler als Screenshot vllt. ein bisschen schwer zu lesen ist.
Mir ist aber einfach wichtig, dass diese permanente Bedrohung, die wir Frauen tagtäglich erleben, wahrgenommen wird.

NEIN, es sind nicht nur die einzelnen Täter sondern Millionen Mittäter!

@LeilahLilienruh
DAS kann ich nur so bestätigen.
Und das ist NUR EIN Abend im Leben einer Frau.
Ich bin jetzt fast 60.
Bevor ich IRGENDWO hin ging, habe ich mich genau informiert und mich ENTSPRECHEND abgezogen.
Also hochgeschlossen, weit und unsansehnlich.
Bevor ich mit Anfang 20 zum 2. Mal zur Reha fuhr, habe ich mir die Haare kurz schneiden lassen.
Die Sprüche, das Antatschen überall, in eine dunkle Ecke gedrängt werden, etc., etc., ...
Das war immer dabei.
Und für Männer normal.1/2
@LeilahLilienruh
Sogar für meinen Ex-Ehemann.
Ich lebe jetzt allein, mit meinen zwei Katzen.
Und alle wundern sich.
"Ich bin doch immer noch hübsch anzusehen"
"Du hast doch immer noch Chancen!"
Ich dachte sogar lange, mit mir stimmte etwas nicht, weil ich mich nicht geschmeichelt fühlte.
Wenn ich es zuließ, war ich die Schlampe, wenn nicht, die frigide Zicke.
Nein.
Nein.
NEIN.
Ich bin endlich frei.
Und sicher. 2/2
@Dienstag Ich kann Dich sooo gut verstehen! Erkenne mich in ganz vielem wieder... und so wird es sehr vielen Frauen gehen.
Es gab eine Zeit, wo ich mich bewusst wie ein "Junge" gekleidet habe, wenn ich abends allein rausgegangen bin. Oversized Klamotten, Haare unter einen Hut, Bikerjacke... Hat nur auch nichts gebracht.
Und leider musste ich erleben, dass es vom Prinzip her selbst in "linken Szenekneipen" unter jüngeren Leuten nicht anders lief als mit spießigen, alten Säcken.