Für gute trans Gesundheitsversorgung!
Gegen Gatekeeping und ewige Wartelisten!
Mit einem Urteil des Bundessozialgerichts 2023 verlor die trans Gesundheitsversorgung in Deutschland ihre bisherige rechtliche Grundlage. Durch eine Übergangslösung werden Maßnahmen zwar oft noch bezahlt, aber es gibt auch Krankenkassen, die dies mit Berufung auf das Urteil nicht mehr tun. Abgesehen davon, dass die Situation vorher schon von Gatekeeping geprägt war, steht mittlerweile viel mehr auf der Kippe.
Statt unsere Gesundheitsversorgung gesetzlich auf ein stabiles Fundament zu stellen, betreibt das Bundesgesundheitsministerium jetzt jedoch Arbeitsverweigerung und schiebt die Verantwortung auf den Gemeinsamen Bundesausschuss, welcher ein "Beratungsverfahren" einleiten und innerhalb eines Jahres abschließen soll.
Oft vorgebrachte Vorbehalte, dass es keine ausreichende Evidenzgrundlage für die Wirksamkeit der für uns so wichtigen Maßnahmen gebe, fühlen sich performativ an. Zwar ist die reine Menge an Forschung zu medizinischer Versorgung für trans* Menschen u.a. wegen mangelndem Forschungswillen vergleichsweise gering, der Großteil existierender Forschung spricht sich allerdings für diese aus. Auch eine qualitative Verbesserung der Forschung wird bei bestehenden Ethikstandards schwierig.