"Aber zwischen 1989 und 2011 glaubten viele von uns der Erzählung, dass Fortschritt unausweichlich ist, wenn nur genug Menschen mit guten Absichten auf die Straßen ziehen. Dazu hat auch ein gewisser Techno-Optimismus beigetragen, also die Vorstellung, das Internet und die sozialen Medien machten die Welt demokratischer. Ich verstehe, warum so viele Menschen so dachten, ich tat das zum Teil auch. Aber das Internet hat die Regeln der Politik nicht verändert."

https://taz.de/Journalist-ueber-Protestbewegungen/!5984589/

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Journalist über Protestbewegungen: „Es gelang, Regierungen zu stürzen“

Scheiterten Protestbewegungen der 10er-Jahre und wenn ja, woran? Der Frage ist Vincent Bevins in seinem Buch „If we Burn“ nachgegangen.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

"Man braucht nicht unbedingt einen strikten Plan, an den man sich dogmatisch halten muss. Es wird viele Unberechenbarkeiten im Laufe des Prozesses geben. Man braucht aber eine generelle Vorstellung davon, was man erreichen will und wie man dort hinkommt. Außerdem benötigt man demokratische Organisationen, die flexibel genug sind, um auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können."

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Scheiterten Protestbewegungen der 10er-Jahre und wenn ja, woran? Der Frage ist Vincent Bevins in seinem Buch „If we Burn“ nachgegangen.

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"Es stimmt, viele der Interviewten sagten, es brauche irgendeine Art von Organisation. Einige kommen zurück zu revolutionären Parteien, andere zu #Gewerkschaften, wieder andere zu sozialen Bewegungen.

[...]

Inspirierende, demokratische Experimente führen nicht zwangsläufig zu Veränderungen. Denn es wird eine Konterrevolution geben. Man muss den Menschen zeigen, wo man hin will und wie man das erreichen kann."

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