Heute ist Tag der Entscheidung im Essener Stadtrat. Setzt die Stadt Essen unter der Koalition aus CDU und SPD weiter auf autogerechte Stadtplanung statt Lebensqualität?

Trommelt nochmal mit für unsere Petition!
https://www.openpetition.de/petition/online/zukunftsfaehige-verkehrswege-statt-stillstand-bei-der-essener-mobilitaetswende-rettetdenradentscheid

#RettetDenRadEntscheid

Wir fordern vom Rat der Stadt Essen:

1. Leitlinien von CDU und SPD stoppen und überarbeiten – kein Bremsen der Verkehrswende! Kein de-facto-Ausstieg aus dem Bürger*innenbegehren RadEntscheid, zu einem Zeitpunkt, zu dem die Umsetzung eigentlich so richtig losgehen sollte! In die Zukunft schauen und Verantwortung übernehmen! Dazu soll der fertig ausgearbeitete Mobilitätsplan beschlossen werden – ohne seine mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit formulierten Inhalte zu verwässern.

2. Vorrang für Verkehrssicherheit für alle! Es gibt längst einheitliche Standards wie FGSV-Veröffentlichungen, E-Klima und die Leitfäden der AGFS. – Sicherheit von Fußgängern und Radfahrenden darf nicht zur Debatte stehen! Auch nicht auf Hauptstraßen! "Verkehrssicherheit für Kinder darf nicht nach Schulwegen enden!". Kinder sind überall und die Verkehrssicherheit muss überall gewährleistet sein, sodass sich Kinder und Ältere (und alle anderen), zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher bewegen können.
3. Direkte, attraktive Rad- und Fußrouten! keine Umwege oder Schmalspuren auf Kosten der schwächsten Verkehrsteilnehmenden. 1996 hat die Stadt Essen erstmals beschlossen, ein durchgängiges Radwege-Netz zu schaffen. Das hat die Stadt unter verschiedenen Bürgermeistern der CDU und SPD bis heute nicht geschafft zu realisieren. Das Ziel muss bis 2030 endlich umgesetzt werden!
4. Platz gerecht verteilen! Klare Verkehrsachsen in der Stadt schaffen, die sicheren und zuverlässigen Verkehr wirklich möglich machen – für Auto, Fahrrad, ÖPNV und zu Fuß gehende gleichermaßen! Wir brauchen ein pragmatisches Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden! Dazu gehört regelkonforme und sichere Radinfrastruktur auf den Hauptverkehrsstraßen genauso wie der Vorrang des Radverkehrs auf zentralen Radachsen.
5. Mobilitätswende bedeutet auch kostengünstige Mobilität und gesellschaftlichen Nutzen für alle! Radinfrastruktur ist finanziell am günstigsten. Der ÖPNV hat einen deutlich besseren Kostendeckungsgrad als der motorisierte Verkehr. Straßenbau und -betrieb kosten die Stadt Essen pro Jahr etwa 230 Mio €, der ÖPNV 135 Mio. €, der Radverkehr 10 Mio €. Dazu kommen externe Kosten des Autoverkehrs wie Schäden durch Unfälle und Gesundheitskosten oder Umweltbelastungen. ...
Das kostet die Allgemeinheit in Essen bis zu 200 Mio € zusätzlich. Rad- und Fußverkehr bringen dagegen gesamtgesellschaftlichen Nutzen durch eingesparte Gesundheitskosten. (Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis des Haushaltsplans der Stadt Essen https://www.essen.de/rathaus/haushalt_und_finanzen/stadtkaemmerei/haushaltsplan_2025_2026/haushaltsplan_2025_2026.de.html und Studien, z.B. der Uni Kassel https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/aktuelles/news/uni-kassel-der-autoverkehr-kostet-die-kommunen-das-dreifache-des-oepnv-und-der-radverkehr-erhaelt-die-geringsten-zuschuesse )
Haushaltsplan 2025/2026