Jean-Marc Vallée – „Dallas Buyers Club“ (2013)

Ein wirklich immer-wieder-sehenswerter “Oscar”-Gewinner: Sechsmal nominiert und dreimal gewonnen haben 2014 hier vor allem die Hauptdarsteller: Matthew McConaughey und Jared Leto. Für die Adaption eines “literarischen Werkes”, nämlich eines Zeitungsartikels in der “Dallas Morning News”. Also eine Geschichte nach (weitgehend) wahren Begebenheiten. (ARTE, Wh.)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/jean-marc-vallee-dallas-buyers-club-2013/
@mediathekperlen Am Anfang echt unangenehm zu schauen... Überdosis toxische Männlichkeit, Frauenverachtung und Homofeindlichkeit.
Gut, dass ich dran geblieben bin. Toll erzählte Geschichte, die einem das ganze Elend der ersten HIV Jahre eindrücklich in Erinnerung bringt. Puh, war das heftig...
@hope_n_beauty Du hast ja völlig recht! Aber wenn ich meine latente popkulturelle Idealisierung der Zeit mal beiseiteschiebe, dann waren die Achtziger schon auch eine ziemlich harte, mitunter beschissene Zeit. Gerade toxische Männlichkeit, Frauenverachtung und Homofeindlichkeit sind ja keine Erfindungen von heute. Ich kannte solche Typen. Die damalige AIDS Paranoia, und was die mit uns gemacht hat, heute einem jüngeren Menschen beschreiben zu müssen, ist eine Aufgabe, an der ich regelmäßig scheitere. Da bin ich dankbar für den Film.
@mediathekperlen Genau, der Film macht das gesellschaftliche Klima der Zeit zu Homosexualtität sehr gut erfahrbar. Auch wenn das hier im etwas speziellen Rodeo-Milieu erzählt wird - es war allgegenwärtig. Es muss absolut schrecklich und schwierig gewesen sein, sich zu einer Zeit offen schwul zu zeigen, als die Leute dachten, man darf "denen" nicht die Hand schütteln, aus Angst sich anzustecken.
Übrigens hat Rita Süßmuth hier enorm viel geleistet gegen die Stigmatisierung.