Viele sind frustriert, weil die AfD jetzt auch im Westen hohe Ergebnisse erzielt.
Folgerung: Aufklärung brächte nichts.
Dem möchte ich im Folgenden am Beispiel der
#VetternwirtschAfD widersprechen.
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1. Ob die ganzen Fälle von
#VetternwirtschAfD an den AfD-Wählern abprallen oder ob sie nicht doch negative Auswirkungen hatten, wissen wir nicht.
Anders gesagt: Vielleicht wären die Ergebnisse noch höher, wären diese Fälle nicht bekannt geworden.
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2. Dieses Fehlverhalten der AfD braucht länger, um sich bei den Wählern auszuwirken.
Bedenkt nur kurz, wie Ihr Euch Verhalten würdet, käme Eure Partei (falls Ihr eine habt) negativ in die Schlagzeilen. Würdet Ihr dann sofort Konsequenzen ziehen und sie nicht mehr wählen?
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Ich nicht. Auch ich würde mir (innerlich) Ausreden zurecht legegen, würde es klein reden und zum Einzelfall erklären. Das halte ich für menschlich.
Erst wenn sich dieses Fehlverhalten wieder und wieder ereignet, die Parteiführung nicht dagegen einschritte und es verharmloste,
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würden sich bei mir Snach und nach die Zweifel mehren.
Und irgendwann würde ich sagen, mir reicht's, in diesem Zustand wähle ich Euch nicht mehr.
Warum sollte das bei dem nicht-fanatisierten Teil (!) der AfD-Wähler anders sein?
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3. Mittel- und langfristig leidet das Image der AfD darunter.
Sie kann schon jetzt kaum noch auf die anderen Parteien zeigen und rufen, "seht her, wie korrupt die sind". Und täte sie es doch, würde die Wirkung verpuffen.
Ihr Image ist diesbezüglich zerstört.
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4. Zuguterletzt: Gegen Regierungen die als schlecht, lethargisch und selbstbezogen empfunden werden, kommt die beste Aufklärung nicht an.
Anders gesagt: Sollte insbesondere die Bundesregierung eine Phase erreichen, in der sie weniger negativ beurteilt würde,
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