🧵Thread: In
#Freiberg hat am Freitag ein rassenideologischer Vortrag von Mathilda Huss, der Gastgeberin des von
@[email protected] aufgedeckten Potsdamer Treffens im Hotel Adlon, stattgefunden - ermöglicht und beworben durch die Stadt
#Freiberg, die damit gegen ihre eigenen Vorschriften verstoßen hat.
Im pseudowissenschaftlichen Gewand und getarnt mit verharmlosenden Begrifflichkeiten verbreitete Huss, die vom rechten/verschwörungstheoretischen Freiberger Forum eingeladen wurde, rassistisches Gedankengut mit Parallelen zur NS-Ideologie.
Huss trennte die Menschheit nach "Populationen" und "Völkern" mit eigenen genetischen Merkmalen, nach denen bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen vorgegeben wären. Aufgrund dieser genetischen Merkmale würden Menschen an einen bestimmten geographischen Ort gehören.
"Demografie ist Schicksal", das Menschenbild, nach dem alle Menschen gleich sein, sei "falsch".
Huss verkauft Rassismus mit pseudowissenschaftlichen Argumenten und behauptet implizit, Migration wäre die Ursache für einen Zusammenbruch der Gesellschaft und einen Geburtenkollaps.
Huss behauptet, die Genetik würde Eigenschaften wie Zuverlässigkeit oder Kriminalitätsneigung bestimmt und gibt sich dabei sachlich und wertfrei, doch während sie Deutsche mit positiven Eigenschaften beschreibt, beschreibt sie Migranten als Mörder und Vergewaltiger.
Wahrheitswidrig behauptet Huss, Menschen aus Pakistan, Nordafrika und dem Nahen Osten würden zu keinem einzigen Zeitpunkt in ihrem Lebenslauf zum Sozialstaat bei einzahlen und zitiert eine Studie, die überhaupt keine Aussage zu Genetik oder Einzelpersonen trifft.
Huss baut ein pseudowissenschaftlichen und unbelegtes Konstrukt, in dem Migration zwangsläufig zum Kollaps der Zivilisation führt und keine Integrationsmaßnahmen daran etwas ändern könnten, denn die Ursache sei ja genetisch bedingt und zwangsläufig vorgegeben.
In diesem Weltbild ist Migration an allen Problemen schuld. Die Funktionsfähigkeit des Staates hänge davon ab, dass die Menschen innerhalb des Staates die gleichen Eigenschaften, nach ihrer Logik also die gleiche Genetik, die gleiche Herkunft teilen. Migranten könnten nicht mal den Müll trennen...
Huss' Positionen sind keine neutrale Wissenschaft, sondern folgen einem klar erkennbaren Muster:
- soziale Unterschiede werden biologisch erklärt
- Menschengruppen werden kollektiv bewertet
- gesellschaftliche Ordnung wird an „genetische Eigenschaften“ geknüpft
Das entspricht zentralen Elementen von:
👉 biologistischem Determinismus
👉 Sozialdarwinismus
👉 moderner Rassenideologie
Besonders problematisch ist dabei nicht ein einzelnes Zitat, sondern die Gesamtlogik: Ungleichheit wird als „natürlich“ dargestellt – und damit politisch legitimiert.
Rassisten sind demnach auch keine Rassisten oder schlechte Menschen. Huss verklärt sie als Kenner der Fakten, als Wissende, die der Staat ignoriere und so die Gesellschaft schädige. Rassismus ist nach dieser Logik etwas heroisches, dass die Zivilisation vor den Kollaps bewahre.
Diese Argumentationsmuster waren historisch Grundlage für Ausgrenzung, Diskriminierung und eugenische Politik.
Es ist blanker Rassismus.
Und damit auch ein Verstoß gegen die Benutzungsordnung des Städtischen Festsaals der Stadt Freiberg, wo die Veranstaltung stattgefunden hat.
Die Stadt hätte die Veranstaltung auch nicht in ihrem Veranstaltungskalender bewerben dürfen. Rassistische Inhalte sind laut stadteigenen Vorgaben verboten. Dennoch wurde die Werbung von der Stadtverwaltung geprüft und freigegeben.