Arte predigt digitale Souveränität, nutzt aber Big Tech – Warum der Sender im Fediverse sein sollte

Arte produziert Dokumentationen über die Abhängigkeit Europas von US-Big-Tech-Konzernen – doch auf welchen Plattformen ist der Sender selbst aktiv? Ein offener Brief an Arte und die Antwort des Social-Media-Teams zeigen: Die Lücke zwischen Botschaft und Praxis ist grösser als gedacht.

https://thomas-hitz.ch/arte-predigt-digitale-souveraenitaet-nutzt-aber-big-tech-warum-der-sender-im-fediverse-sein-sollte/

@[email protected] @thom
Das ist eine faule Ausrede von Arte. Einen bereits erstellten Post auch im Fediverse zu posten kostet wenige Minuten Arbeit. Die Beantwortung von Feedback ist dieselbe wie bei den anderen Portalen auch. Wenn jetzt auf den Big-Tech Portalen in einem Jahr 1 Million mehr Followers dazukommen stellen sie dann den Kanal ein wegen Personalmangel?
@digitalwire Auf jeden Fall. Es gibt ja auch Tools, mit denen man – wenn es denn nötig ist – automatisiert auf verschiedenen Plattformen posten kann. Der Wille ist nicht da, weil man einfach die Tragweite noch nicht ganz verstanden hat. Das Verhalten unserer herkömmlichen Medienkanäle ist toxisch: sie sägen sich ins eigene Bein. Inhalte werden in Big Tech Datensilos gespeichert; also quasi verschenkt. Die Kontrolle der eigenen Inhalte wird ebenfalls einfach so mir nichts, dir nichts abgegeben. Auf einer eigenen Instanz sieht das anders aus. Die herkömmlichen Medien jammern zwar, dass sie immer weniger Besucher auf ihren eigenen Webseiten haben, aber unterstützen die Abwanderung durch ihr eigenes Verhalten. Diese Entwicklung ist gefährlich und untergräbt über kurz oder lang unsere Demokratie.