Überall lese ich gerade davon wer wo was gewonnen hat. Und ich könnte schreien, weil es mich nervt!

Bei Wahlen geht es nicht ums Gewinnen!

Ja, jetzt denkt ihr, ich bin total irre geworden, aber eigentlich – und bevor die AfD kam wäre das auch möglich gewesen – ist so eine Wahl ja nichts anderes, als herauszufinden, wie stark welche politische Richtung gerade ist, um das im Parlament abzubilden, damit dann alle gewählten Repräsentant*Innen gemeinsam die Politik gestalten. Nur so kann überhaupt gelingen, dass sich alle Wähler*Innen auch vertreten fühlen und nur so können eigentlich vernünftige Gesetze zustande kommen.

Deswegen bin ich von mal zu mal mehr davon irritiert, dass so ein Wahlkampf auf irgendwelche Posten ausgerichtet ist. Wer Bundeskanzler oder Ministerpräsident wird, könnte doch auch nach der Wahl durch alle Abgeordnete bestimmt werden, wenn es denn diese Posten überhaupt braucht ...

@teufel100 Eitelkeit verkauft sich gut und erhöht damit die Wahlbeteiligung. Wenn du dich informieren möchtest, wie es anders gehen könnte, empfehle ich einen Blick in die Schweiz.
@Jens_van_der_Kreet naja, ich habe schon meine Ideen, wie es anders sein könnte, aber die sind halt total utopisch und in einer Gesellschaft, die eigentlich nur daraus besteht, immer und überall in einen Wettbewerb zu treten, um herauszufinden, wer wo besser ist, nicht umsetzbar.
@teufel100 DDR - da war das System vom Grundsatz her ähnlich gedacht. Parlament als der Ort, wo Menschen aus allen möglichen gesellschaftlichen Gruppen repräsentiert sind. Nur haben sie dort die Liste vor der Wahl zusammengestellt und man konnte nur noch abnicken. Der Wettbewerb soll dafür sorgen, dass es "richtig demokratisch" zugeht.
@teufel100 Bei der Kommunalwahl in Hessen konnten einzelne Personen gewählt werden. Wer kriegt da die meisten Stimmen? Die Promis.