Gut 1/4 Preissteigerung bei den Diensten, die wir z.B. bei Legal.Social nutzen. Niemand braucht LLMs, aber u.a. das Fediverse zahlt dafür. Hate this shit.

@malteengeler

Business DSL + static IP + kleinen NUC, altes Notebook, oder Raspi ist doch inzwischen bestimmt für viele billiger, oder?

@malteengeler

Ja; ich bin ebenfalls davon betroffen. Und weil es sowohl den ISP-gehosteten Bereich als auch private Infrastruktur und die Homelabs betrifft, schmerzt es richtig. Privat sind derzeit alle Investitionen zurückgefahren. Aber selbst dort lässt sich so nur eine begrenzte Zeit überbrücken.

@agowa338

Nur, wenn eigene Arbeitszeit wenig wert ist. Es muss Infrastruktur drumherum betrieben und administriert werden. Bspw. braucht man Datensicherungen. Allein Mail ist ein Thema für sich.

@moranaga @malteengeler

Wenn die Infrastruktur lokal ist, kann man bei dem drum herum schon einiges wegspaaren, was man sonst in einer "Firmenumgebung" hätte.

Du brauchst kein OpenStack, oder VCF.
1 altes Notebook mit bare bones Alpine/Arch/NixOS
+ HAProxy (fürs caching primär)
+ 1 container mit der entsprechenden webapp.

HAProxy läuft dann im Host Network Namespace und dann kannst du direkt auf die Container IPs als backends durchleiten.

Backups: snapshots im BTRFS + eine weitere HDD.

@moranaga @malteengeler

Mein aktuelles NAS läuft hier aktuell von einem USB 3.0 Stick + RAMDISK, damit ich die SATA ports für ein RAID 5 verwenden kann.

Der eigentliche Aufwand liegt darin, es initial einmal sauber zu konfigurieren. Maintenance ist da nicht wirklich viel mehr als bei einem normalen desktop.
Also eigentlich nur immer mal wieder software updates (falls man nicht einfach auto-updater yolo-en will) und backups. Aber das hat man ja so oder so...

@moranaga @malteengeler

Ergänzung, ich sollte ggf. dazu sagen, dass ich mit "sauber Konfigurieren" mittels Ansible oder NixOS configuration.nix etc meine.

@agowa338

Ich meinte primär administrative Aufwände, damit verbundene Kenntnisse und Wissen. Einen ordentlichen öffentlichen Mailserver zu betreiben, ist trotz Expertise (oder gerade deswegen) z. B. etwas, das ich sehr gerne anderen überlasse.

Es ist auch ein Unterschied, ob man das für sich allein und hobbymäßig tut oder für weitere Nutzer mitverantwortlich ist. An dem Punkt scheiden sehr schlichte Lösungen m. E. automatisch aus.

@malteengeler

@moranaga @malteengeler

Joa, aber es ging ja nur darum dinge die du jetzt wo anders auf VPS gehostet hast inhouse zu hosten.

Wenn du jetzt noch keinen Mailserver selbst betreust, dann hättest du den auch danach nicht.

Du kannst natürlich immer dazulernen und einen aufsetzen, wozu ich auch raten würde, aber das ist hier gerade ja nicht das Thema gewesen.

@agowa338

Wir reden ein wenig aneinander vorbei: In deinem "nur" sind ziemlich viele, auch versteckte, Aufwände enthalten. Das muss man schon sehr wollen, sie ins eigene Haus zu holen und sich damit verbundene Arbeit und Verantwortung auf die Schultern zu packen. Die Technik selbst ist dabei nicht die eigentliche Hürde.

@malteengeler

@moranaga @malteengeler

Bei einem VPS doch auch. Es geht hier ja nicht drum alles von 0 zu Hause aufzubauen, sondern Cloud nach Home umzuziehen. Das geht wesentlich einfacher. Zumindest für sowas wie eine Mastodon Instanz, wo wenig mit den Fancy features von Cloudprovidern gebaut wurde.

@agowa338

Ich glaube, du unterschätzt den langfristigen Supportaufwand. (Wir müssten nun das Szenario genauer spezifizieren, sind aber längst offtopic.) Ich täte es nicht, sofern sich auf der fraglichen Mastodon-Instanz noch weitere Nutzer außer mir befänden. Aus $Gründen.

@malteengeler

@moranaga @malteengeler

Der Aufwand für die Mastodon Instanz ist der selbe, was sich ändert, ist dass noch ein einmaliger aufwand dazu kommt die Hardware darunter aufzusetzen. + Backups + Updates

Und da ich aktuell sowohl VPS als auch eigene Server hier zuhause habe, denke ich den aufwand schon sehr gut abschätzen zu können.

Wenn man nicht den Anspruch hat ein volles IaaS oder PaaS zuhause aufzubauen, dann geht es durchaus...

@agowa338

Wie gesagt, wir reden aneinander vorbei. Du sprichst von der Technik, ich bin bei der Verantwortung für ihre Nutzer: diesen Aufwand. Es ist ein anderer Fokus, bzw. eine andere Schwerpunktsetzung.

Produktiver Betrieb einer Infrastruktur ist allerdings nie nur einmalig. Er bedarf ständiger Pflege.

@malteengeler

@moranaga @malteengeler

Und jetzt erkläre mir mal, wie sich das jetzt in der Verantwortung für die Nutzer unterscheidet.

z.B. Hetzner hat einen SLA von 99.9%, aber wenn du dort nicht auch bereits selbst entsprechend redundanz mit mehreren virtuellen (oder physischen) servern gebaut hast, ist es immer noch genau das gleiche wie einen eigenen Rechner hinter einer Business DSL Leitung zu hängen.

Und btw die wenigsten die Fedi Instanzen auf Hetzner betreiben haben das redundant aufgebaut...

@agowa338

Es ist nicht das gleiche. Davon spreche ich die ganze Zeit. Ich nutze die Mailserver des ISPs, dessen Backup-Infrastruktur, seinen Hostingbetrieb, dessen RZ samt Personal, kann mich auf die darin selbstredend enthaltenen Redundanzen verlassen und seinen Support für all dies in Anspruch nehmen. Dafür sind wir einen Vertrag eingegangen, der mich von der Verantwortung dafür entlastet. Übrigens auch in rechtlicher Hinsicht.

@malteengeler

@agowa338

Beispielsweise ist es alles andere als trivial, einen öffentlichen MTA zu betreiben. Gerade weil ich dieses Metier beherrsche, tu ich es nicht.

Wenn ich privat outsource, was ich beruflich inhouse betreibe, bleibt mehr Zeit übrig, sich um Menschen und ihre Bedürfnisse zu kümmern. Die ansibilisierten Hypervisor- und Ceph-Cluster, die daheim laufen, nehmen mir diese Arbeit nicht ab. (Frei-)Zeit ist endlich, Lebenszeit kostbar.

Genügt dir das als Erklärung?

@malteengeler

@moranaga @malteengeler

Hast du deinen MTA jetzt auf einem Linux (v)Server? Ja/Nein?

Falls nein, darum geht es gerade nicht. Im ausgangs Post war die Aussage "u.a. das Fediverse zahlt dafür".

Mastodon, etc hat so ziemlich jeder auf vServern deployed. Eins der immer wieder angeführten "schwachstellen" ist die fehlende Dezentralisierung da viele es bei Hetzner hosten.

Und ich habe den Eindruck du redest gerade von sowas wie Posteo oder ProtonMail vs SelfHosted. Das ist gerade NICHT Thema.

@agowa338

Natürlich ist das alles nicht Thema. Unsere gesamte Unterhaltung ist seit deinem ersten Beitrag offtopic. Bereits er ging am Thema vorbei, weshalb ich ihn ursprünglich rein beiläufig kommentierte. Nun führst du mit der Erwähnung fehlender Mastodon-Dezentralisierung sogar ein weiteres ein.

Ich glaube, wir kommen nicht zusammen und verstehen einander nicht. Deshalb würde ich das hier gerne beenden: Let's agree to disagree. Einverstanden?

@malteengeler