Merci also, lieber Zufalls-Geist und #VielenDankBücherschrank der mir diesen Schatz zukommen lässt. Übersichtswerke sind mir stets willkommen.
Vorlage #JürgenHabermas: »Der Bezugspunkt, der es erlaubt, in provozierender Weise von ›Wahrheitskonkurrenz‹ zu sprechen, ist das Ziel der Selbstverständigung angesichts dessen, was wir über die Welt — und über uns und unsere Lebenswelt als Entitäten der Welt — wissen.«
Das heiße Eisen hier versteckt sich bei ›Selbstverständigung‹: Erfolgt die ›Verständigung‹ unter (zumindest theoretisch) Gleichberechtigten, oder entlang von Macht-Gefällen zwischen Befehlshabern und Befehlsempfängern?
#GroßraumPhantastik bei #JürgenHabermas geht so:
»Latent bleibt diese Spannung {zwischen Egozentrik des Selbstbehaupung und normativ geforderter Unterwerfung} nur, solange sie durch die Macht von Institutionen aufgefangen, sowie durch die *Spiegelung der institutionellen Ordnung in einem indentitätsstabiliierenden Weltbild* ausbalanciert wird.«
—»Auch eine Geschichte der Philosophie« (2019/2022), I, S. 141, wbgEdition.
{Nur die Doppeliung von Institution ist a bissi unelegant.}
#GroßraumPhantastik mit #JürgenHabermas. Ab und zu schreibt er ›Banalitäten‹ so schön hin, dass meine Denker-Depression ganz romantisch zu seufzen beginnt.
»Das wichtigste Reflexionshindernis {zur Überwindung von Dissensen in Gerechtigkeitsfragen} ist ein unbewegliches kollektives Selbstverständnis, das die Bereitschaft blockiert, *von den eigenen Hintergrundüberzeugungen hypothetisch Abstand zu nehmen*.«
—»Auch eine Geschichte der Philosophie« (2019/2022), I, S. 128, wbgEdition.