Die ARD tagesthemen übertreffen sich mal wieder:

Vorgestern wurden die Oscars verliehen, sprich: einer der weltweit renommiertesten Filmpreise.

Wie die Redaktion des reichweitenstärksten öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformats darüber berichtet, sehen wir im Folgenden in zwei Akten.

Bereit für den 1. Akt?

Schauspieler und zuvoriger Oscar-Preisträger Javier Bardem auf der Bühne der Oscar Gala 2026:

„No to war and free Palestine.“

@nadia_z das ist zu kurz gegriffen!

Ja die Aussage ist verkürzt, das ist aber „normal“ jedes Statement von Politikern oder Schauspielern wird gekürzt. Es wurde nicht ein Teil Herausgeschnitten und weggelassen. Es geht in dem Beitrag mit ANDEREN Award-Gewinnern weiter.
Eine solche Kürzung geschieden in JEDEM Beitrag.

Aussage „no to war“ unterschreibt wohl jeder.

Der Teil mit „free Palastine“ **ist** Teil eines politischen Schlachtrufes und ist nicht mehr neutral er heißt „kill the jews“.

Du scheinst keinen Einblick in die juristische Realität zu haben, @eWe und ziehst es vor, einen Ruf, der ebenfalls weltweit von Jüdinnen und Juden im Rahmen von Demonstrationen sowie auf öffentlichen Bühnen gesprochen wird, pauschal als antisemitisch zu framen.

Damit entkernst du den Begriff des Antisemitismus und machst ihn aktiv unbrauchbar für den Kampf gegen Judenhass.

@nadia_z weil nach jahrelanger Diskussion vor 3 Jahren entschieden wurde, dass „free palestine“ nicht *immer* strafbar ist, sondern nur in gewissen Kontexten auf Demos strafbar sein kann, sagt es doch etwas aus, wenn man sich nicht für die alternativen Sprüche entscheidet.

Es gibt *diverse* Aussagen, die in DE nicht Strafbar sind und doch setzen diese Aussagen diejenigen die sie tätigen in Kontexte.

Und Paranoid zu sein bedeutet nicht, dass mann nicht doch verfolgt wird.

Dann viel Erfolg bei der undemokraitschen und antijuristischen Einschränkung von Grundgesetz Artikel 5 durch magischen Positivismus, @eWe

@nadia_z witzig jetzt mit Artikel 5 zu kommen nachdem man selbst Einflussnahme auf die freie Presse gefordert hat. Bzw. von der falschen Seite vermutet…

Und die Aussagen sind umstritten die Gerichte uneinig und Urteile noch nicht rechtskräftig.

Also ist Kritik an Aussagen „undemokratisch“ ?!

„Man darf alles sagen, aber man muss damit rechnen, für ein Arschloch gehalten zu werden.“

Es bleibt dir frei, öffentlich nachweisbare Falschinformationen zu verbreiten, @eWe - auch wenn sie jeder lesen und screenshotten kann.

Aber danke für diese sensationell prägnanten Beispiele misslingender Anwürfe ohne Fakten und Sinn.

@nadia_z Du unterstellst den Tagesthemen hier im Konkreten Fall Unterdrückung von Meinungen.

Du unterstellst hier der Redaktion einen großen Plan hinter der unterstellten Unterdrückung.

Du definierst dir hier „Nachweislichkeiten“ die keine sind. Weil es zum Thema deines Vortrags passt.

Es gibt genug anderes an den Medien und der Berichterstattung im allgemeinen berechtigt zu Kritisieren.

Vor allem die mangelnde Kontextualisierung von Aussagen oder Zitaten.

Dass hier ein Originalzitat in der Mitte zerschnitten wurde, ist ein Fakt, keine Unterstellung, @eWe

Auch setzt du dein öffentliches Lügen fort, indem du eine faktenfreie Unterstellung eines "Plans" publizierst.

Zudem kritisiere ich als - Achtung - Medienkritikerin seit zig Jahren deutsche und internationale Medien. Nachschauen hätte geholfen.

@nadia_z und nur weil man etwas seit Jahren macht, bedeutet es nicht, dass man sich nicht in einem konkreten Fall mal verrennen kann…

https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler

Ich arbeite seit >25 Jahren in den Medien und davon ein paar wenige für den ÖR.
Ich habe einige solche Beiträge geschnitten und kenne die Überlegungen von der anderen Seite.

Klar gibt es falsch zusammengeschnittene Beiträge die *mehr* als „handwerkliche“ Fehler haben.

Hier in diesem Fall sehe ich das nicht.

Bestätigungsfehler – Wikipedia

Eine aufschlussreiche Ansicht und Selbstaussage, @eWe - schließlich hat die Redaktion der ARD Tagesthemen diesen Beitrag selbst im Nachgang überarbeitet und das journalistisch unzulässige Framing des Zitats durch Beschneiden zentraler Informationen rückgängig gemacht.

Es ist jetzt nicht nur in seiner originären Gesamtheit zu hören, sondern die Korrektur wurde ebenfalls auf der offiziellen Korrekturenseite von ARD aktuell aufgenommen.

Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt zur Selbstreflexion.