Nicht nur Social Media, das ganze Internet versploppt. Bei einer sehr spezifischen Suchanfrage dauerts nicht lang, bis man auf auf dubiose Webseiten mit offensichtlich KI-generierten Texten stößt, bis oben hin mit Tracking & Werbung vollgepackt.
Diese Seiten wirken tatsächlich wie Zombies. Seelenlose KI-Illustrationen. KI-Text-Output, teils so wirr, dass anscheinend nichtmal wer Gegengelesen hat. Dazwischen Werbung & die Bitte, dem Tracking von 300 „Partnern“ zuzustimmen. Früher waren kleine, auf superspezifische Nerd-Themen spezialisierte Webseiten oft quasi der Joker bei der Suche. Jetzt ist es deutlich schwerer, solche Seiten zu finden, weil der KI-Kram natürlich auch extrem SEO-Optimiert daherkommt. So vermüllt unser Wissensbiotop.😪
Das perfide ist: Anbieter, die damit werben, dass ihr Produkt Suche vereinfacht, produzieren negative externe Effekte, die die Suche für alle anderen massiv verteuert. Vieles dauert für Nicht-KI-Nutzende länger: Suche, Verifikation, Entertainment das nicht nervt… Das übliche Prinzip: Negative externe Effekte werden der Gesellschaft aufgedrückt, Gewinne privatisiert. Und bei der Frage, woher die Trainigsdaten stammen & ob angemessen kompensiert wurde (nein!), tun sich eh Abgründe auf.

@kattascha Und was macht der Slop mit den Hirnen junger Menschen, die am Anfang ihres Berufslebens selbst die ganze Zeit recherchieren und nicht selten auch für Dokumentation/Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind!?
Die Standards sinken in freiem Fall. Das ist ein ateriell blutender Stich in den Körper des WWW.

Keine Ahnung, wo es noch Informationen gibt: Das WWW hat nichts mehr, YT ist schon krass übernommen, die Magazine bestehen schon lange auch "inhaltlich" nur noch aus Werbung.

@kassander Das WWW hat mehr sinnvolle, hilfreiche, aufwendig und liebevoll zusammengeschriebene und eingesprochene Informationen als je zuvor. Aber Dreck gibt es (gefühlt) eben viel mehr und vor allem ist er viel leichter aufzufinden. Das Filtern/finden von guten Inhalten ist das Problem, nicht das Bereitstellen. Aber vielleicht war es das auch mit dem WWW. Vielleicht wird das nicht mehr besser sondern nur noch schlechter, weil die heutige Oberfläche das neue Normal wirdwurde. @kattascha

@steeph Stimmt (teilweise). 👍🏻

Ein großes Problem des WWW ist die Suche: Suchmaschinen basieren auf Googles Infrastruktur und deren schon immer unzureichenden "Wertungen").

Google hat die "Ergebnisqualität" direkt geschälert zu gunsten eigener LLM-Einspielungen.

Was Du beschreibst, sehe ich auch: Es gibt mehr Podcasts und ganz großartige "Sendungen" und auch seriösere Formate.

Aber Websites/Blogbeiträge mit spezielleren/aktuellen Infos sterben massiv aus.
@kattascha

@kassander Kann sein. Was ich immer wieder mal sehe sind persönliche Webseiten, meist als Blog, die sich mit den Themen beschäftigen, die die Autorïnnen beschäftigen. Darauf stoße ich aber nur über persönliche Tipps, Links im Fediverse oder andere Blogs, RSS-Aggregatoren oder Webverzeichnisse. Quasi nie über eine Suchmaschine.

Nennt man das jetzt eigentlich auch Deep Web, wenn es nur nicht leicht auffindbar ist, weil Google und Bing immer schlechter wurden? @kattascha

@steeph @kassander @kattascha flood the Zone with sh.. auf Amphetamin. Es war irgendwie schon fast immer so: Müll ist schneller produziert als aufgeräumt. Jetzt brauchen wir Automatismen, die automatisch generierten Müll wegräumen ...Endgame.