RE: https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116271514837506791

Ich habe mal eine Frage an die Energie-Nerds (und alle anderen) hier:

Einzelne und Gemeinschaften auf dem Land werden schnell (quasi) Energieautark werden (können) und >90% des Bedarfs selbst erzeugen. Heißt die Zahl der aus dem Netz gekauften kWh sinkt dort stark.

Aber dennoch brauchen wir ja Netze (schon für die Städte).

1.Wenn netzbezogene Kosten quasi komplett Fixkosten sind, was heißt das für die Anschluss-Grundgebühren?

2. Sollten nicht die Städte die Kosten der Netzte tragen?

@AwetTesfaiesus Es sollte auf jeden Fall einen Anreiz geben regional die Stromproduktion auszubauen. Damit bspw. nicht andere Länder subventionieren müssen, dass Bayern und BaWü Strom importieren, den sie zum Teil auch selbst produzieren könnten.
https://www.merkur.de/wirtschaft/stromreform-spaltet-bundeslaender-norden-plaediert-fuer-strompreiszonen-bayern-drohen-mehrkosten-zr-93884072.html#:~:text=Stromreform%20spaltet%20Bundesl%C3%A4nder:%20Norden%20pl%C3%A4diert%20f%C3%BCr%20Strompreiszonen%20%E2%80%93%20Bayern%20drohen%20Mehrkosten.
Stromreform spaltet Bundesländer: Norden plädiert für Strompreiszonen – Bayern drohen Mehrkosten

Bisher zahlen alle denselben Strompreis – doch die Nord-Länder drängen auf eine Anpassung der Preiszonen – für den Süden könnte das teurer werden.

@georg eine ökonomische Komponente? Eine Art Einspeisevergütung vielleicht?

@AwetTesfaiesus

Es gibt ja noch den Vorschlag von mehreren Strommärkten in D. (mind. Nord + Süd). Dann habe ich etwas davon wenn in meinem Markt viel günstige Erneuerbare drin sind.

Noch eine andere Idee: Wer auf dem Land zu viel Strom produziert, braucht ja evtl. auch die Leitungen um den Strom weg in die Stadt zu bekommen. Wobei es dann auch wieder vor allem im Sinne der Städte/Industrie wäre, dass dieser Strom bei ihnen ankommt.

@georg wer braucht die Leitung dringender: der Bauernhof, der 600% erzeugt oder das Penthouse? Ich tendiere deutlich zu letzterem. Du?
@AwetTesfaiesus klingt logisch. Allzuviel Geld wird es für den Strom vermutlich nicht geben, weil er keine Mangelware ist. Aber die Leitung muss gebaut und gewartet werden.
Also wäre ein Strompreis, der die Leitungskosten enthält, meiner Meinung nach sinnvoll. Es müsste nur noch einen Mechanismus geben, der irgendwie die Entfernung abbildet. Muss ja nicht linear sein. Aber Strom von näheren Anbietern müsste tendenziell günstiger sein, als von ferneren (braucht ja auch weniger Leitung).
@georg kohlenwasserstoffe sind ja auch reichlich vorhanden; Sie sind nur sehr ungleichmäßig auf der Welt verteilt
@AwetTesfaiesus und Sonne und Wind sind jetzt immer so nah, dass es sich kaum lohnt dafür Tanker loszuschicken oder Pipelines zu bauen. Man braucht "nur" den Platz für die Anlagen.