hey menners, wie haltet ihr das: eigentlich sollte man ja was zu ulmen sagen oder zu all den anderen fällen. andererseits ist es ja so dass man da auch durchaus einfach mal die schnauze halten sollte. wie geht ihr um mit diesem widerspruch?
@freval Es gibt definitiv Anlass was zu sagen, und zwar mindestens dann, wenn allerlei Typen schon wieder versuchen, an einer Opfererzählung für den Täter zu stricken.
@ennopark widersprechen ist das eine. vielleicht sollte ich hier zwischen drükos und drukos differenzieren. drukos immer, drükos - eher nicht.
@freval Kommt glaubich sehr auf den Drüko an. Z.B. einen passenden Post mit einfach nur „Dies.“ weiter zu verbreiten, ist ja auch eine Form von Support. Und ein Druko kann leicht als anquatschen von der Seite rüberkommen. Es ist wirklich eine Frage des Inhaltes. Ich habe länger gebraucht, was zu sagen, weil es mich sprachlos macht und ich erstmal meine Worte wiederfinden muss. Passiert mir aber oft in letzter Zeit.
@ennopark Einfach nur "dies" schaffen die meisten aber nicht. wenn ich es nicht selber formuliere ist oft viel daran falsch - nicht im sinne dass es fachlich falsch ist aber es gehen so sehr viele nuancen verloren. ich will nicht teil dieser meme-culture werden, die ki vorbereitet hat.
@ennopark was ich heute am meisten gesehen habe ist ein take zum beispiel dass ulmen die gleiche kanzlei habe wie lindemann und damit jetzt den spiegel verklage. zugegeben das ist nur ein beispiel. aber bevor ich "dies" sage sage ich inzwischen lieber einfach nix mehr weil nix mehr sagen mehr stimmt.
@freval Ich fürchte, ich kann dir da gerade nicht ganz folgen. Das mit der Kanzlei ist ein Faktoid, das für sich Argument für gar nichts ist. Dem Kurzschluss zu Meme-Culture und KI kann ich ebenfalls gerade nicht folgen. Ich schreibe, was mich beschäftigt, oft sehr banal. Und manchmal weil ich wichtig finde, dass etwas öffentlich gesagt wird. Die Gesellschaft normalisiert zu viele Dinge, die nicht normal sein sollten und ich denke oft „warum sagt denn niemand was?“
@ennopark wir müssen da auch gar nicht einer Meinung sein. Ich finde es total okay, dass es da mehrere Herangehensweisen gibt. Manchmal gären manche Sachen über Wochen bis sie irgendwie fruchtbar sind. Ich kann nichts mit vielem anfangen, dass aus dem Bauch heraus kommt - das Problem ist, dass ich sehr viel länger brauche, das zu formulieren als der Bauch des anderen. Und die Zeit hat der Bauch ofr nicht.
@freval Ich brauche ganz oft mindestens 1-2 Tage, bis ich eine Sprache für irgendwas gefunden habe. Manchmal schreibe ich dann auch schon nicht mehr, weil das Thema schon wieder durch ist. Bzw. nur in mein Tagebuch und nicht öffentlich.
@ennopark <3 wir wollen eh das gleiche dass alle menschen glücklich sind.
@freval (Das mag ich auch so an dir: Du hast immer wieder öffentlich gesagt: Das hier ist Alltag, aber eigentlich ist es schlimm und sollte nicht normal sein. In Ecken wo kaum wer guckt. Vielleicht sollte man wirklich schweigen, wenn alle anderen schon reden und man selber aus der eigenen Lebensrealität einfach nichts beizutragen hat. Wir schreiben ja beide aus unseren normabweichenden Realitäten heraus.)
@ennopark jeder der reden mag kann das tun! wenn er weiß was er da tut supergerne! mein Unwohlsein damit soll dem nichts nehmen und auch nicht irgendwie ablenken.