1/

Männer sind nicht immer Täter.
Aber Täter – sind immer Männer.

Und die, die nicht tätig werden: fast immer auch Männer.

Mitwisser. Schweiger. Wegschauer. Wichser, die Pornos schauen, die ganz offensichtlich nicht auf Konsens beruhen.
Wichser, die Frauen auf Toiletten, in Schwimmbädern ... heimlich filmen.

Nicht die Scham muss die Seite wechseln, sondern die Verantwortung.

2/

Immer wieder sind Menschen genervt, dass ich "soviel Werbung für meinen Newsletter" mache. Ja LOL. Dieser finanziert meinen Selbstschutz. Hätte ich meine Flauschis nicht, könnte ich nicht arbeiten. Daher: weiter scrollen statt meckern. Oder abonnieren. Denn ihr bekommt auch viel. Wöchentlich. Exklusive Formate. Behind the scenes.
https://steady.page/de/shedrivesmobility/about

Auch oft Vorwurf:
Katja, fokussiere dich auf Mobilitä . Ja LOL. Wie denn? Wenn die Welt so kaputt ist.

Ich arbeite radikal intersektional.

3/

Im Film „Eine bessere Welt" – der Montag um 20:15 Uhr im ZDF läuft und den ich beraten durfte – schließen sich die Frauen zusammen.

Das ist die Basis.
Das ist Kraft.
Das ist das Einzige, was uns trägt, wenn der Staat uns nicht schützt.

Wir Frauen sind nicht nur die Betroffenen, wir sind oft die Einzigen, die auffangen, zur Polizei begleiten, Safe Spaces nach Übergriffen gestalten, fragen: Bist du schon zuhause?

https://www.zdf.de/filme/eine-bessere-welt-movie-100

4/

Immer wieder wird mir geraten, doch aus diesem Internet rauszugehen. Mal mehr offline zu sein, alles nicht so ernst zu nehmen.

Immer wieder wird das, was ich berichte, bagatellisiert.
So sei das heutzutage nunmal, wenn Frau sich mit "starker Meinung" im Internet präsentiere.

Auch das ist Missbrauch, Teil des Systems, das Täter schützt.

5/

Der Fall Collien Fernandez zeigt, was passiert, wenn Täter Werkzeuge bekommen – KI, Deep Fakes, Plattformen ohne Haftung – und Frauen weiterhin allein kämpfen.

Ich kämpfe auch. Täglich.
Noch gibt es bei X eher harmlose Fakefilmchen von mir, wo ich z. B. in einen fetten Sportwagen steige. Das kann sich schnell ändern. Denn von mir ist viel "Material" als Basis für Fakes im Netz. Interviews, Fotos.

Und ich finanziere meinen eigenen Schutz – weil Staat und Gesellschaft mir keinen bieten.

6/

Collien zieht aus guten Gründen in Spanien vor Gericht. Weil hier in Deutschland das System die Betroffenen zum Teil mehrfach traumatisiert und Täter-Oper-Umkehr betreibt. Privatadressen öffentlich macht, was noch mehr Bedrohung bedeutet.

7/7

Frauenhass kann nur von denen zerstört werden, die ihn (re)produzieren. Die ihn konsumieren.
Von Männern.
Indem sie aufhören. Benennen
Indem sie nicht mehr schweigen, wenn es unbequem wird.

Nicht die Scham muss die Seite wechseln.
Es muss von Männern endlich Verantwortung übernommen werden.

Es sollte endlich nicht mehr mutig sein, als Frau den Täter zu benennen. Schätzungen gehen davon aus, dass unter fünf Prozent aller Facetten sexualisierter Gewalt überhaupt gemeldet werden.

@SheDrivesMobility
"Nicht die Scham muss die Seite wechseln, sondern die Verantwortung." ist DER entscheidende Schritt, der in allen mir bekannten Statements dazu eben nicht gegangen wird.

Die "einfachen" Lösungen, die jetzt dazu von einigen Akteurys präsentiert werden, greifen, wie die meisten einfachen Lösungen, allerdings zu kurz.

@SheDrivesMobility ich habe nach wie vor sehr großen Respekt vor dir und deiner Arbeit. Es bedarf sehr viel Mut, sich jeden Tag all den Anfeindungen zu stellen, die Menschen beim Thema Mobilitätswende entgegen schlagen.

@SheDrivesMobility "Der Fall Collien Fernandez zeigt, was passiert, wenn Täter Werkzeuge bekommen"

Der Fall Fernandez vs. Ulmen zeigt, daß in dem Fall einiges nicht so gelaufen ist wie es sollte.

Der Fall Menschen und Internet-Kommunikation zeigt, daß die Menschen ein Werkzeug im Sinne der materialistischen Krücken/Bewusstseinsbetäubung OHNE Bewusstseinsentwicklung bekommen haben, mit dem Sie nicht umgehen können / nicht kompatibel sind, was von Anfang an weder Wunder noch Phänomen ist.