Mir fällt in letzter Zeit auf, dass es in dieser extrem rechten Blase eine spezifische Form von Frauenhass gegen d eigene Ehefrau gibt. Das fängt an bei Anforderungen was sie alles können muss, um überhaupt als Ehefrau in Betracht zu kommen (jungfräulich, jung, bestimmter Kleidungsstil, kochen etc)…
… geht über die Feststellung, dass man verlassen muss, wenn sie sich „gehen lässt“ (Krankheit, PPD, Gewichtszunahme, Fertilitätsprobleme) bis hin zu großspurigen Ansagen wie man sie sanktioniert und züchtigt, wenn sie nicht spurt. Andrew Tate selbst fährt die Schiene, dass es
unmännlich ist überhaupt zu heiraten. (Was die Frage aufwirft: is it gay to have a wife?) Durch die Bank die Message an Burschen und junge Männer: Ehefrauen sind deine Dienerinnen und Sklavinnen und zudem austauschbar. Soetwas wie eine liebende, gleichwertige Beziehung ist nicht vorgesehen.
Beziehungen und Ehen sind transaktional und ein Kampf und man muss da gewinnen. Es ist wirklich eine Katastrophe was für ein Backlash sich hier auftut. Man kann in den Kommentaren auf aktuelle Fälle gut sehen wer von diesem Denken schon verseucht ist.
Als Mutter wird mir ganz schlecht. Auf ganz unterschiedliche Art und Weise muss ich meine Tochter und meinen Sohn vor diesen Leuten schützen.

@nataschastrobl.bsky.social

Ja, wir müssen unsere Kinder davor schützen.
Hier ist der Kern des Faschismus:
"Wir müssen unsere Männlichkeit wiederentdecken. Denn nur, wenn wir unsere Männlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft. Und nur, wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft." Erfurter Rede, Höcke, 2015.

Unmissverständlich.

@RitaWerner @nataschastrobl.bsky.social
Genau das.
Und da wundern wir uns, wenn es eine Kluft zwischen jungen Frauen und jungen Männern gibt? Offenbar haben einige Ideologien wieder ihre Salonfähigkeit erreicht - allerdings kann ich mir schwerlich vorstellen, dass der Großteil der Frauen auf ihre Freiheiten die sie haben verzichten werden. D.h. das Problem der "Incels" wird größer, denn die Reflektiertheit, warum mann Single bleibt, die fehlt.
@RitaWerner @nataschastrobl.bsky.social
Leider werden diese patriarchalen Mythen und Herabsetzung von Personen durch Tik..k und x durchaus weit verbreitet- und bei 1:45h unbeabsichtigtem Internetkonsum täglich von Kinder nund Jugendliche wird das zwangsläufig ein Thema. "Educate your sons" bleibt ein Wunsch...
(Nein. ein pauschales Verbot von social Media wird uns nicht retten - dafür aber "Lifestyle Teilzeit" und andere Maßnahmen die gelebte Familienförderung sind. )
@nataschastrobl.bsky.social das ist im Prinzip das, was die weißen Männer, ach so toll weil katholisch in dem Dorf, wo ich aufwachsen musste, gelebt haben. Die Opfer, die nie Gerechtigkeit erfahren haben, waren alles Frauen.

@nataschastrobl.bsky.social

Diese Männer sollen in den Krieg ziehen und nicht lieben. Sie sollen Hassen und niemanden haben der sie auffangen könnte oder an den sie sich gebunden fühlen würden. So "echte" Wikingermänner auf Raubzug und so bla.

@nataschastrobl.bsky.social Mir fällt auf, dass in letzter Zeit ein großer Anteil der Menschheit - überwiegend Männer - komplett ins Mittelalter zurückfällt und andersdenkende wenn möglich brennen sehen, und alle anderen bevormunden will
@nataschastrobl.bsky.social und diese These nicht vergessen: je mehr Männlichkeitskult, desto mehr unterdrückte Sehnsucht nach dem eigenen Geschlecht. Glaubt mir, ich kannte so einige "richtige" Kerle mit Frau und Kindern, die sich samstags nachts von nem Mann haben durchvögeln lassen. Richtige Machos, haben aber nie die Kurve gekriegt, sich zu outen. Super-Machos, Super-Heteros, jaja.

@nataschastrobl.bsky.social

Ich finde das wahnsinnig spannend wieviel Wahnsinn, öh, psychische Vielfalt in diesem Milieu anzufinden ist.

Und wie das dann das ganze Weltbild beeinflusst, dass es nur zwei Geschlechter geben darf, sonst kann man die Welt nicht in Herren und Sklavinnen aufteilen. Dass Männlichkeit sich nur aus Dominanz herleiten kann und damit auch der Anspruch entsteht ein Herrenmensch zu sein, sich als Gruppe weisser Männer abzugrenzen und Tassismus zu praktizieren. Usw usf.

Das ganze Konstrukt ein Kartenhaus, das es mit faschistischer Akribie zu sichern gilt, denn jedes Eingeständnis einer Fehlers, einer Unrichtigkeit bringt die ganze selbstreferentielle Konstruktion zum Einsturz.

Fragil, diese "Männlichkeit".