Wir haben unendlich viele Beispiele, wie Stadtplanung falsch läuft. Das verärgert und entmutigt mich.

Ich frage mich, "Wie wollen wir leben?".

Jeden Tag möchte ich ein Beispiel aus einer Stadt zeigen, die eine Veränderung geschafft hat, und damit die Sehnsucht nach lebenswerteren Städten wecken. Lasst euch ermutigen!

Beispiel 07, Utrecht, Niederlande, 1926, 1977, 2017:

#WieWollenWirLeben
(Gerne boosten!)

In den 1970ern waren die Niederlande wie ihre Nachbarn von der autogerechten Stadt begeistert. Überall waren breite Straßen, um den Autoverkehr ungehindert an jeden Ort zu führen.
Einige hundert Jahre lang führte der Kanal durch den Stadtkern von Utrecht. Dann wurde dieser trocken gelegt und eine Autobahn gebaut, die direkt ins Stadtzentrum führte.
Anfang der 2000 merkten die Menschen, dass es doch keine so gute Idee war und bauten die Autobahn ab und legten wieder den Wasserkanal an.
Als ich 2022 mit dem Fahrrad durch Utrecht radelte, erlebte ich eine Stadt, in der Rad- und Fußverkehr dominiert. Am Kanal saßen Menschen auf den Uferwiesen, entspannten sich oder lasen ein Buch. Im Stadtkern waren die Cafés direkt am Kanal gut besucht. Die Stadt wirkte viel ruhiger als vergleichbare Städte, weil erheblich weniger Autoverkehr unterwegs war. Auf Fahrradstraßen ("Auto zu Gast") fuhren Autolenkende sehr zurückhaltend.
Ich empfehle, diese Stadt mal mit offenen Augen zu erleben.