Liebe Männer, ich habe eine Frage. Bei fast allen Frauen* in meinem Umfeld ist geschlechtsspezifische, oft sexualisierte Gewalt gerade DAS Thema, sei es durch Pelicot, Epstein, jetzt Ulmen oder eigene Erlebnisse, die durch die "großen" Fälle in einen systemischen Kontext gestellt werden.
Warum äußern sich so wenige Männer dazu? Ist es kein wichtiges Thema? Wisst ihr nicht, was ihr sagen sollt? Wie ihr es sagen sollt?
Das soll keine Anklage sein, sondern aufrichtiges Interesse an euren Gedanken.
@JanaBallweber ich glaube nicht, dass die Thematik nur eine sexuelle ist. Die Sozialisation des einzelnen ist entscheidend. Jeder war schon mal Opfer oder Täter in der Kindheit, nicht unbedingt in sexueller Beziehung. Es überträgt sich dann je nach Intensität, Erfahrungen auf dieses Gebiet. Deshalb sind Aufklärungsmodule so wichtig. Wie, mein Körper gehört mir, etc. Es ist eine Aufgabe der Aufklärung und der Pädagogik. Letztendlich eine gesellschaftliche Aufgabe.
@JanaBallweber die wenigen Wortmeldungen dazu erklären sich durch die Scham auch mal Täter oder Opfer gewesen zu sein. Die Intensität ist dabei weniger entscheidend. Auch wenn diese wesentlich geringer ist, bleibt doch eine Schuld oder eine Opferrolle die man nicht sehen möchte.