„Not all men... but how many?“

Eine Frage, die sich extrem viele Frauen stellen. Aber nur wenige Männer. Wie kann das sein?

Einer der besten Texte, die ich darüber gelesen habe, ist ein Newsletter von Caroline Criado Perez. THREAD.

Perez schreibt: "Meistens gehe ich mit dem sicheren Gefühl durch die Welt, dass der Großteil der männlichen Hälfte der Menschheit mich nicht aktiv verachtet, nur weil ich eine Frau bin. Die Männer, die uns hassen, sind sicherlich in der Minderheit."
Aber dann kommt der Fall Gisèle Pelicot in die Medien und Perez erlebt eine krasse Diskrepanz in ihrem Umfeld. Frauen reden ständig darüber, sie teilen eine Geschichte des Grauens. Männer teilen... Business-Updates.
Perez und ihre Freundinnen fragen sich: Wie viele Täter gibt es in unserem Leben? Männer, die verheiratet sind. Mit Kindern und Enkelkindern. Die den Anschein erwecken, hingebungsvolle Ehemänner und Väter zu sein?
"Das ist die Frage, die wir Frauen uns angesichts dieser Geschichte stellen, wenn wir die Männer um uns herum betrachten. Die Männer, die wir lieben. Die Männer, die wir kennen und denen wir vertrauen.

Die Männer, die – anders als wir – nicht über diese Geschichte sprechen, es sei denn, wir sprechen sie selbst an."

Und an diese Männer habe ich eine Frage:

Warum sprecht ihr nicht darüber? Beunruhigt euch diese Geschichte nicht genauso sehr wie uns? Seid ihr nicht genauso entsetzt wie wir, wenn ihr wieder einmal mit der Frage konfrontiert werdet, um wie viele Männer es hier eigentlich geht?

Wie sie unter uns leben, so gut versteckt in aller Öffentlichkeit, hinter glücklichen Vorstadtehen? Warum sprecht ihr nicht mit euren männlichen Freunden darüber? Warum sprecht ihr nicht öffentlich darüber?

Habt ihr Angst davor, was ihr herausfinden könntet?"

Invisible Women: not all men...but how many?

“I saw him now and then in the bakery; I would say hello. I never thought he’d come and rape me.”

Invisible Women