Liebe Männer, ich habe eine Frage. Bei fast allen Frauen* in meinem Umfeld ist geschlechtsspezifische, oft sexualisierte Gewalt gerade DAS Thema, sei es durch Pelicot, Epstein, jetzt Ulmen oder eigene Erlebnisse, die durch die "großen" Fälle in einen systemischen Kontext gestellt werden.
Warum äußern sich so wenige Männer dazu? Ist es kein wichtiges Thema? Wisst ihr nicht, was ihr sagen sollt? Wie ihr es sagen sollt?
Das soll keine Anklage sein, sondern aufrichtiges Interesse an euren Gedanken.
@JanaBallweber Ich beschäftige mich in meinem Medienkonsum sehr, sehr viel mit feministischen Themen. Gerade auch dadurch habe ich gelernt, dass es fast immer besser ist, wenn ich einfach mal die Schnauze halte und zuhöre. Gerade Betroffene haben einfach die deutlich fundierteren Takes. Und vom in Worte fassen können, muss ich gar nicht erst anfangen.
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@JanaBallweber Im privaten bin ich aber glaube ich durchaus dafür verschrien, meine Meinung kund zu tun, wenn ich Diskriminierung sehe. Aber auch hier habe ich über die Jahre lernen müssen, dass es unabhängig von meinem Gerechtigkeitsgefühl auch wichtig ist, auf den Willen von Betroffenen zu hören. Denn wenn ich Dinge öffentlich problematisiere, die für sie selbst völlig in Ordnung sind, helfe ich ihnen auch nicht unbedingt.
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@JanaBallweber Eine Sache möchte ich noch teilen: Wenn ihr die Chance habt, an einem Seminar zur Prävention von sexualisierter Gewalt (an Kindern) teilzunehmen - dann macht das! Wenige singuläre Ereignisse haben meinen Blick auf Machtstrukturen, täterschützende Konstrukte und Seilschaften von Männern so geschärft
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