Pierre M. Krause fasst in der Kurzstrecke mit Bernhard Hoëcker meine letzten Monate sehr gut zusammen: „Ich habe weniger Angst vorm Tod, als vor einem schlechten Leben.“ Das ist exakt der Punkt, an dem ich angekommen bin, und vielleicht muss man sehr lange sehr bedrohlich krank sein, um den Satz in seiner ganzen Wucht sagen oder nachvollziehen zu können. Ich formuliere es ähnlich: Es gibt diverse Szenarien, die mir viel mehr Angst machen, als der Tod. Ich finde das erschütternd tröstlich.
@herzbruch Das. Ich habe keine Angst vor dem Tod sondern vor dem Sterben. Genauergesagt davor, jahrelang stark pflegebedürftig dahinzuvegetieren.
@FrauZimt @herzbruch Das Wort "dahinzuvegetieren" finde ich belastend. Kann man nicht auch in Würde pflegebedürftig sein... und leben?
@palm1969 @FrauZimt Ich habe das oft für mich erklärt in letzter Zeit. Was man für sich selbst als akzeptabel erachtet, kann jeder Mensch nur für sich selbst definieren. Und da sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Alter, Schmerzen, Teilhabe an Aktivem Leben, etc.
@palm1969 @FrauZimt @herzbruch
Es ist nicht mein Eindruck, dass man in Deutschland in Würde pflegebedürftig leben kann, v.a. nicht als alter Mensch. Außer man hat irre viel Geld oder Angehörige, die sich sehr einsetzen. Allein und gar noch dement sicher nicht.
@Sigourney @FrauZimt @herzbruch Leider wahr. Ich weiß, ich bin sehr privilegiert. Finanziell, aber vor allem, weil meine Familie für mich sorgt!