Liebe Männer, ich habe eine Frage. Bei fast allen Frauen* in meinem Umfeld ist geschlechtsspezifische, oft sexualisierte Gewalt gerade DAS Thema, sei es durch Pelicot, Epstein, jetzt Ulmen oder eigene Erlebnisse, die durch die "großen" Fälle in einen systemischen Kontext gestellt werden.
Warum äußern sich so wenige Männer dazu? Ist es kein wichtiges Thema? Wisst ihr nicht, was ihr sagen sollt? Wie ihr es sagen sollt?
Das soll keine Anklage sein, sondern aufrichtiges Interesse an euren Gedanken.
@JanaBallweber ich empfinde Scham, und weiß nicht was ich sagen soll. Das ist alles so furchtbar. Und ich glaube, das wir Männer im Moment vielleicht erstmal zurücktreten und zuhören sollten.
@KuMiKoe Danke für diesen Einblick!
@JanaBallweber Was mir bei all dem aber irgendwie aufstößt ist: Wenn es heißt "nicht alle Männer, aber immer Männer" wo ist der Unterschied zu "nicht alle Muslime, aber immer Muslime" ? Würde letzteres nicht von vielen die jetzt ersteres sagen -zu recht- als rassistisch bezeichnet?
@KuMiKoe Naja, ich glaube, bei Männer stimmt es halt sehr viel eher als bei Muslimen. Natürlich üben auch Frauen* Gewalt aus, auch sexualisierte, auch digitale. Aber Männer sind da wirklich in der überwiegenden Mehrheit, und zwar weil sie Männer sind. Bei Muslimen ist das anders: Die größte Terrorgefahr geht von Rechts aus, und es gibt einen Unterschied zwischen Muslimen und Islamisten. Wäre jetzt mein Gedanke dazu...