Dass es unmöglich zu sein scheint, in einer deutschen Großstadt eine Praxis oder Apotheke zu finden, in der ein 90-jähriger Krebspatient gegen Corona geimpft wird, ist absurd.

Ja, nicht der optimale Zeitpunkt, aber im Herbst hat es auch schon niemand gemacht und in den letzten Jahren auch nicht. Dass auch auf Nachfrage niemand impft wird dann so interpretiert, dass die Impfung nicht notwendig ist.

(Ich möchte auch keine Tipps, nur mein Unverständnis äußern.)

@sarah_ist_muede Jo, da treffen wahrscheinlich gleich 2 Sachen aufeinander: Covid nicht ernst nehmen und die Ansicht, dass 90 Jahre doch mal genug sind ... es ist einfach bitter.
@lipow @sarah_ist_muede Und Krebs. Unterschiedliche Krebs-Therapien (die man potenziell dem Patienten ja nicht sofort ansieht) interagieren mit Impfungen. Beispiel: Krebspatienten haben oft ein stark geschwächtes Immunsystem, Impfungen basieren aber auf einer Immunreaktion, d.h. eine übliche Nebenwirkung ist, dass die Immunisierung schwächer ausfällt. Aber es ist "individuell".
Mein Schwiegervater hier in Österreich war Langzeit-Krebspatient und bei Covid-19 war er auf der einen Seite Hochrisikopatient und damit er und sein Haushalt in der ersten Charge geimpft wurden, aber gleichzeitig auf der anderen Seite wurde das alles durch seinen Onkologen organisiert.