Die Deutschen wurden in den Kohl-, Schröder-, und Merkel-Jahren derart gegaslightet, dass sie nun *die Abwesenheit* eines starken sozialen Netzes und eines Staates, der sich um einen kümmert, als Errungenschaft begreifen und Menschen, denen es schlecht geht, "selbst Schuld" zurufen. Wie eine Sekte.
@sixtus Im Schwedenurlaub 2024 hatte ich mich mit einem dort seit längerem lebenden gebürtigen Deutschen unterhalten. Das "Vertrauen in den Staat" bzw. die Regierung hatte er tatsächlich ebenfalls erwähnt. Dass eben nicht alles zerredet wird und per se Mist ist, wenns vom anderen Lager kommt. Vielleicht fehlt in Skandinavien auch einfach ein seit jeher in Deutschland zündelnder Springer-Konzern!?
@stehgeiger @sixtus Die einzige Einigkeit scheint darin zu bestehen, dass es zu viel Bürokratie gibt, aber wenn irgendjemand eine Regelung abschaffen oder ändern will, wird immer als erstes danach gesucht, wo sich da wohl der böse Wille oder der Vorteil für eine Interessengruppe verbirgt. Springer ist da häufig vorn mit dabei und die Politik bietet wenig Persönlichkeiten, bei denen man noch guten Willen annehmen kann.

@boenning @stehgeiger @sixtus "aber wenn irgendjemand eine Regelung abschaffen oder ändern will, wird immer als erstes danach gesucht, wo sich da wohl der böse Wille oder der Vorteil für eine Interessengruppe verbirgt."

Weil das meist der Fall ist. Es besteht halt ein fundamentaler Unterschied in der Wahrnehmung von "Bürokratieabbau" - die meisten Menschen verstehen darunter weniger wirre Formulare, weniger repetetiever Unsinn, weniger rückständiges Handeln.

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@boenning @stehgeiger @sixtus

Menschen wie Musk, wie Trump, wie Merz, wie Spahn, wie Reiche, wie die FDP ... die denken dabei eher an "Ich würde meinen Müll gerne in den nächsten Fluss kippen können" oder "die paar Chemikalien im Essen würden meine Gewinne steigern" oder auch "Muss ich wirklich auf die Packung schreiben, dass ich rostige Nägel als Matraze verkaufe?"

Und nur eine dieser Gruppen hat direkten Zugang zu den Mächtigen der Politik.

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