Die Deutschen wurden in den Kohl-, Schröder-, und Merkel-Jahren derart gegaslightet, dass sie nun *die Abwesenheit* eines starken sozialen Netzes und eines Staates, der sich um einen kümmert, als Errungenschaft begreifen und Menschen, denen es schlecht geht, "selbst Schuld" zurufen. Wie eine Sekte.
@sixtus Im Schwedenurlaub 2024 hatte ich mich mit einem dort seit längerem lebenden gebürtigen Deutschen unterhalten. Das "Vertrauen in den Staat" bzw. die Regierung hatte er tatsächlich ebenfalls erwähnt. Dass eben nicht alles zerredet wird und per se Mist ist, wenns vom anderen Lager kommt. Vielleicht fehlt in Skandinavien auch einfach ein seit jeher in Deutschland zündelnder Springer-Konzern!?

@stehgeiger @sixtus so ist es. Propaganda und Lobbyismus ist in Deutschland sehr stark und führt zu einer negativen Einstellung gegenüber sozialen Einrichtungen und Veränderungen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Deutschland funktioniert oft so, dass beim identifizieren eines Problems das Denken eingestellt wird. Oft auch weil wir keine Ziel haben. Die Lösung ist quasi unmöglich. In Dänemark ist das Ziel klar und damit werden dann Lösungswege gesucht und beschritten.

@prefec2 @sixtus "Deutschland funktioniert oft so, dass beim identifizieren eines Problems das Denken eingestellt wird."

Ich würde sagen, Probleme werden fast nur noch parteipolitisch instrumentalisiert und damit fällt die jeweilige Lösung dann auch entsprechend aus.