Die Partei Die Linke grade so Masterclass Opportunismus.

„Wir sind der erste antizionistische Landesverband!!!!“

„Wenn man den Antrag genau liest ist er eigentlich gar nicht antizionistisch!!!“

Was für ein Trauerspiel.

@antjeschrupp man könnte denken, die Antisemiten bei der Linkspartei seien U-Boote der politischen Gegner, "des Kapitals", der CIA und was sich noch so gegen den Fortschritt™ verschworen haben soll.

Aber wie immer ist die Erklärung wohl einfacher: Viel zu viele Pfosten in dieser Partei. tja

#linkspartei #dielinke

@ajuvo @antjeschrupp Bezeichnen Antizionismus und Antisemitismus wirklich das Gleiche? Ich habe das Gefühl, dass hier die Begriffe auseinander gehalten werden müssen.
@p1ng0ut @ajuvo @antjeschrupp Da streiten sich die Geister, aber es ist schon heftig, dass auf Verbrechen einer Regierung nicht mit „diese Regierung muss weg“ sondern gleich mit „der ganze Staat muss weg“ reagiert wird. Das ist schon schwer zu erklären und zu begründen, ohne antisemitische Voreingenommenheit anzunehmen.
@ennopark @ajuvo @antjeschrupp Ich wollte auch nicht in eine solche Debatte einsteigen. Antizionismus und Antisemitismus liegen oft nicht weit auseinander. Ich wollte bloß verstehen, worum es im ursprünglichen Post geht.
@p1ng0ut @ennopark @ajuvo @antjeschrupp
Also wenn es kein Antisemitismus wäre, dann schon eine ziemliche Bigiotterie. Welche Staaten werden denn bitte sonst in ihrer Existenz abgelehnt und weshalb?
Wenn Gewalt und nicht ausgefüllte Staatsgründungsformulare bei der Staatsgründungsbehörde der Grund wären, hätte ich sehr schlechte Nachrichten.
Die Nakba heute anzubringen verleitet mich zu der Frage:"Aha, willst du Ostpreußen auch zurück?"
(Allgemeiner Rant, nicht gegen jemanden von euch.)

@DerGiga @p1ng0ut @ennopark @ajuvo @antjeschrupp Ich habe die Frage ob dem Staat Israel pauschal seine Existenz durch eine antizionistische Haltung abgelehnt wird hier behandelt:

https://mastodon.de/@ErikUden/116239265305261112

Meiner Meinung nach ist eine antizionistische Haltung keine pauschale Ablehnung des israelischen Staates. Eine Ablehnung des israelischen Staates mit einer rechten Regierung, Expansionspolitik usw.? Klar. Eine Ablehnung eines Landes das jüdisches Leben schützt? Definitiv nicht.

Erik Uden 🚩 (@[email protected])

@[email protected] Ich finde diese Frage schwierig zu beantworten, deshalb finde Ich es nett, dass du sie gestellt hast. Tatsächlich hat sich, meiner Meinung nach, der Antrag nicht mit der Frage beschäftigt ob Israel ein Existenzrecht hat, da wir Zionismus nicht definieren mit „die Ideologie welche einen Schutzstaat für Jüdinnen und Juden schafft” sondern den *modernen* Zionismus anhand dessen politischer Realität (*wo wird dieser Staat geschaffen? Für wen ist er sicher? Wessen Staat wird dadurch destabilisiert oder eingenommen?*) Meiner Meinung nach gibt es aufgrund des historischen „Phänomen” des Antisemitismus, der jahrtausende andauernden Diskriminierung von jüdischen Menschen welche lediglich dessen neuste Zuspitzung im Holocaust fand, sehr wohl ein Anrecht auf einen Staat der jüdisches Leben schützt. Meiner Meinung nach sollte jeder Staat so sein, aber das ist nicht der Punkt. In einer nicht idealen Welt gibt es manchmal nicht ideale Umstände, dieser Realität müssen wir uns stellen. Warum also wirkt dieser Antrag wie ein Aberkennen dieses Rechts / Anrechts? Weil das was dieses Anrecht nicht impliziert ist in welchen Grenzen, mit welcher Regierung und mit welcher Behandlung anderer dieser Staat existieren muss. Das Anrecht auf einen Schutzstaat für jüdisches Leben impliziert nur das, und Ich sehe dieses Anrecht nicht erfüllt mit dem Staat Israel in diesen Grenzen und mit dieser Regierung, da dessen kriegerischen Handlungen jüdisches Leben immer mehr in Gefahr bringt. Dessen rechtsextreme Regierung nimmt ständig den jüdischen Glauben als Schutzschild um ihr Handeln zu rechtfertigen. Ich denke immer noch nicht, dass das eine Rechtfertigung für Antisemitismus ist, Ich denke nur dieses Vermischen trägt dazu bei / erleichtert Antisemit:innen das Spielfeld. Ich glaube daher, dass ein Israel welches jüdisches Leben schützt nur eines sein kann welches so multikulturell ist wie wir es in Deutschland auch fordern. Der Zionismus stellt daher in dessen modernen Form als ethnonationalistische Ideologie eine Gefahr für diesen Frieden dar, da die Freiheit und Selbstbestimmung der einen dort endet wo die Freiheit und Selbstbestimmung der anderen anfängt. Zionismus ist definitiv eine Ideologie welche aus der Unterdrückung und Verzweiflung jüdischer Menschen heraus entstanden ist, das macht diese jedoch nicht emanzipatorisch oder befreiend für alle.

MastodonDE
@ErikUden @DerGiga @p1ng0ut @ennopark @ajuvo @antjeschrupp Oweia, wenn man nicht einmal Staat und Land und Regierung begrifflich sauber trennen kann, dann sollte man sich zu komplexen Themen nicht äußern. Aber ich denke, dass es hier auch gar nicht um eine saubere Trennung dieser Begriffe geht, sondern genau um das Gegenteil, um das Werfen einer rhetorischen Nebelkerze.
@ennopark @joevan @ErikUden @p1ng0ut @ajuvo @antjeschrupp Ja, für mich ist Zionismus, zumindest die Existenz Israels nicht in Frage zu stellen und zumindest seine Notwendigkeit pragmatisch anzuerkennen.
Deshalb bin ich Zionist, viele demnach auch, die den Begriff ablehnen würden, aber ich weiß auch, dass ich nicht die Deutungsmacht habe das durchzubringen & Leute dadurch sehr verwirrt wären. Ich kann mir das leisten, weil ich keine Partei bin. Ggü der Linken brauche ich das jetzt viel good will.

@DerGiga @ennopark @ErikUden @p1ng0ut @ajuvo @antjeschrupp Mein "good will" ist da schon lange aufgebraucht:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/antisemitisches-flugblatt-duisburger-linke-verbreitet-hetze-gegen-israel-a-759367.html

Als damaliges Mitglied der LINKEN im benachbarten Kreisverband Oberhausen, habe ich die internen Diskussion um die "Casa Dierkes" noch in allzu unguter Erinnerung. Ich bin bald darauf dann ausgetreten.

Antisemitisches Flugblatt: Duisburger Linke verbreitet Hetze gegen Israel

Antisemitische Hetze bei der Linkspartei: Der Duisburger Kreisverband der Genossen hat im Internet ein Flugblatt weiterverbreitet, das zum Boykott Israels aufruft. Darauf prangt ein Hakenkreuz, das mit einem Davidstern verwachsen ist. Die Spitze der Bundespartei distanziert sich eilig.

DER SPIEGEL
@joevan Ich will mich irgendwie nicht von dem Traum einer Linken verabschieden, die nicht die zweitantisemitischste Partei im Bundestag ist. Es ist ein Ideal und verlangt viel Hoffnung. Ich kann verstehen, dass du das naiv findest und hoffe für uns alle, dass ich irgendwann mit meiner Hoffnung richtig liege... @ennopark @ErikUden @p1ng0ut @ajuvo @antjeschrupp
@DerGiga @joevan @ennopark @ErikUden @p1ng0ut @ajuvo „Die Linke“ ist ja nicht dasselbe wie diese Partei.
@antjeschrupp @DerGiga @ennopark @ErikUden @p1ng0ut @ajuvo ...was die Partei mit ihrem anmaßenden Namen (in GROSSBUCHSTABEN) aber vorgibt zu sein. ;)