https://schiefgelesen.net/2018/08/07/christa-wolf-kassandra/

#Kassandra, die schöne Frau, die alles vorhersah und auf die niemand hörte, deren Vorhersagen den Untergang Trojas hätten verhindern können, sitzt auf einem Schiff des Agamemnon und fährt ihrem Untergang entgegen. Auch das weiß sie, ihre eigene Zukunft sieht sie nicht rosiger als die ihres Volkes.

Metaphern über die Verlogenheit und den #IrrsinnvonKrieg. Eigentlich geht es um den Irrsinn des Trojanischen Krieges, allerdings gibt es sehr viele Parallelen zu heute. 1/2

In einer Sequenz heißt es von #Kassandra: "Ich bin die Seherin, ich bin die Schreckliche. Ich sage euch, beendet diesen Krieg. "

Eine andere Sequenz: "Man weiß zwar, wann der Krieg beginnt, aber man weiß oft nicht genau, wann der Vorkrieg beginnt – und man verhindert den #Krieg am besten dadurch, dass man den #Vorkrieg beenden muss." 2/2

https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/bielefeld-wolf-nitschke-behrisch-loschky-kassandra/

Der Bielefelder #Kassandra wird viel Gegenwart eingehaucht: die starrsinnigen, kriegführenden Männer, eine zunehmend in militaristischen Tendenzen erkaltende Gesellschaft, Auflösung von Solidarität, Krise als sich selbst erhaltender Normalzustand. „Ereignisse, die süchtig machen, auf immer neue Ereignisse, zuletzt auf Krieg“, sagt Kassandra.

Kritik: Mathis Nitschke, Stefan Behrisch: Kassandra | Bielefeld | Die Deutsche Bühne

Am Theater Bielefeld inszeniert Nadja Loschky Christa Wolfs „Kassandra“, mit Musik von Stefan Behrisch und Mathis Nitschke.

Die Deutsche Bühne