Mein Anspruch an eine Institution, die den Kampf gegen Antisemitismus ernst meint, wäre im Übrigen gar nicht so sehr einzig die Bekämpfung davon im Falle von konkreten Vorfällen.

Weitaus wichtiger wäre die Schaffung eines Umfelds, in welchem Antisemitismus sich gar nicht erst wohl fühlt.

Wenn man immer nur den offen zur Schau gestellten Antisemitismus von Antisemit*innen bekämpft, ist das nichts lobenswertes, womit man sich schmücken sollte. Es ist das absolut mindeste. Es ist aber weit davon ab ein fundamentaler Kampf gegen Antisemitismus zu sein.
Es ist auch viel zu nah an einer Einstellung, dass Antisemitismus so normal ist, dass er sich fast schon "selbstverständlich" gar nicht von Grund auf bekämpfen lässt. Das kann aber kein Anspruch an einen Antifaschismus sein, der mehr als nur Floskel sein will.
Damit sind keine bestimmten Bundesvorsitzenden oder Vorständ*innen einer Partei gemeint, haben diese doch mehr als deutlich gemacht selbst Teil dieses strukturellen Problems zu sein und entsprechend logischerweise nichts davon machen werden. Vielmehr geht es mir hier um was allgemeineres.
@justanotherguy Ich gebe Dir völlig recht.