Radio. Eine junge Frau. Man habe sich zu sehr daran gewöhnt, dass der Staat dafür sorgt, dass es eine ausreichende Rente gibt.

Ja dafür ist der Staat doch auch da. Dafür haben wir die Menschen im Staatsdienst angestellt. Dafür bekommen die unsere Stimmen und unser Geld. Wir bezahlen dafür, dass es im Alter eine Rente für uns gibt.

Die jungen Leute wachsen gerade mit dem Bewusstsein auf, dass "der Staat" eine vom Menschen abgekoppelte Instanz sei, die irgendwelchen Behördenkram für Großfirmen erledigt...

Wir müssen sehr sehr dringend den Sozialstaat wiederherstellen, bevor sich niemand mehr daran erinnern kann.
Einige Menschen haben anscheinend wirklich nicht verstanden wofür so ein Staat eigentlich da ist
@daswarkeinhuhn Bereitstellung öffentlicher Güter. Ist eigentlich nicht so schwer, dass man da jetzt ein großes Drama draus machen müsste.
@Martin_Beck Ein (demokratisch gewählter) Staat ist die Interessenvertretung der Einwohner*innen des Landes, in welchem sich dieser Staat befindet.

Ein paar dieser zu vertretenden Interessen, welche die meisten der Einwohner*innen gemeinsam haben (sicherlich auch Sie), sind beispielsweise "Gesundheit", "Lebenserwartung" und "Lebensqualität". Eine entsprechend ausgebaute Alterssicherung wäre für diese allgemein angestrebten Interessen für die meisten ein starker Grundpfeiler.
@daswarkeinhuhn @Martin_Beck Für mich das öffentliche Güter. Da sehe ich keinen Widerspruch. Allerdings finde ich es durchaus notwendig ein "Drama" daraus zu machen, damit nicht noch mehr abgebaut werden. Das braucht Aufmerksamkeit und Widerspruch.
@Phoibi @Martin_Beck Die Verteilung öffentlicher Güter sehe ich (mehr) bei Ländern und Kommunen, die sich um die entsprechenden individuellen Bedürfnisse kümmern müssen; dafür sollte aber allen (in Form des Staates) klar sein, dass so ein Mensch halt Nahrung, ein Dach über dem Kopf und bestenfalls Gesundheitsversorgung benötigt - ganz unabhängig von regionalen oder kommunalen Gegebenheiten.