》Träume sind nicht laut

Es war später Nachmittag. Herr Kreidl saß in der Straßenbahn, die langsam durch die Stadt ratterte.

Am Ende des Wagens übte ein Mädchen heimlich ein paar Tanzschritte, kaum sichtbar. Und doch ganz bei sich.
Er dachte: „Träume sind nicht laut. Sie sind Bewegungen, die niemand sieht, aber jeder braucht. Sie halten uns nicht nur jung – sie halten uns lebendig.“

Als Herr Kreidl ausstieg, hörte er hinter sich noch das leise Taktmaß ihrer Schritte.

#KreidlsNotizbuch

@carlklopse
Menschen, die selbst- und weltvergessen zu Musik oder nur vorgestellter Musik, durch das Leben tanzen. Leicht wie eine Wolke.
Nicht kopfschütteln sondern Lächeln.