Die ARD tagesthemen übertreffen sich mal wieder:

Vorgestern wurden die Oscars verliehen, sprich: einer der weltweit renommiertesten Filmpreise.

Wie die Redaktion des reichweitenstärksten öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformats darüber berichtet, sehen wir im Folgenden in zwei Akten.

Bereit für den 1. Akt?

Schauspieler und zuvoriger Oscar-Preisträger Javier Bardem auf der Bühne der Oscar Gala 2026:

„No to war and free Palestine.“

2. Akt:

Beitrag der ARD tagesthemen über die Oscars am Folgetag, O-Ton Gudrun Engel, ARD Studio Washington:

„Javier Bardem verbindet als einer von wenigen seine Laudatio mit einem politischen Statement: „No to war (...)"

Der vollständige Satz Bardems wird an dieser Stelle aktiv redaktionell gecuttet, die zweite Satzhälfte gecancelt.

Dieses redaktionell eingesetzte Framing durch gezielte Unsichtbarmachung

1.) im Schnitt,
2.) durch die Moderation und
3.) durch die verantwortliche redaktionelle Abnahme

reiht sich ein in eine Vielzahl von ARD-Verstößen gegen journalistische Professionalität, Integrität und Ethik.

Ein Angriff auf das Medienvertrauen.

Zitate kann man übrigens auch auf andere Art und Weise einkürzen und somit den Gesamtkontext verunsichtbaren.

Ein konkretes Beispiel ebenfalls aus dem Universum von ARD aktuell und @tagesschau aus meinem Vortrag auf der @republica 2025.

Der gesamte Vortrag samt umfassender Medienanalyse findet sich hier:

https://www.youtube.com/watch?v=XhDy5JG6Xks

@nadia_z Bild-Ton-Schere deluxe

@nadia_z

Der musikuntermalte Marsch zum Pult wird gut 10 Sekunden gezeigt.

Das vollständige Statement von #Bardem dauert insgesamt gerade einmal 4 Sekunden, daraus werden nur die ersten 2 Sekunden gezeigt.

Den gebührenfinanzierten Sendeanstalten müssen die weggeschnittenen 2 Sekunden für das folgende "Free Palestine" vollkommen unerträglich erschienen sein.

Das ist die Art "Journalismus", der längst vollkommen kaputt ist. Ich teile Ihren Optimismus zu den Reparaturmöglichkeiten nicht, auch wenn ich ihn bewundere.

#NoToWar
#FreePalestine