#Grüns haben zwei Superkräfte: 1. Milieus verbinden und 2. Randthemen in den Mainstream bringen („Klammer und Schuhlöffel“).

Dass sie sich im Übrigen in unterschiedlichen Teilen der Republik unterschiedlich anfühlen, hat viel damit zu tun, von welcher dominanten Strömung dort historisch Gewalt gegen die grüne Basis ausgeübt wurde. Grüns wuchsen an ihren Gegnern. Deshalb fühlen sich mE Grüns in BY und BW sehr unterschiedlich an, obwohl die Länder eher ähnlich sind.

Dies alles qualifiziert eher nicht selbstverständlich zur Volkspartei.

Die Frage, vor der Grüns stehen, ist, ob es die Zeiten erfordern, dass man sehr, sehr breite Milieus repräsentiert. Insbesondere, weil die SPD verschwindet bzw. irrelevant ist.

Für beide Wege gibt es gute Argumente. Ein Angebot für 2/3 der Gesellschaft zu entwerfen (zumal einheitlich im ganzen Bundesgebiet) hat erhebliches, disruptives Potenzial.

Ich denke, ohne eine verbindende Vision wird das jedenfalls eher nicht gehen.

@AwetTesfaiesus (Ich kann mich mit der Bezeichnung "Grüns" gar nicht identifizieren, es hört sich ein wenig an wie ein Kinderbuch und eine Familie. Beides passt für mich nicht zu einer Partei. Nur zur Info, denn ich schätze deine Posts sehr, aber höre bei jedem "Grüns" auf zu lesen, weil ich zu viel Widerspruch dazu habe.)
@regineheidorn ich denke, es bildet die Diversität in Partei und Vorfeld ab.

@AwetTesfaiesus Ich denke das nicht :-) Es ist so belastet mit Verniedlichung und Allem, was mit Familie schief gehen kann, daß es _für mich_ unerträglich ist. Daher lese ich nicht mehr weiter.

Für Andere mag das anders sein. Wie gesagt: für dich zur Info. Daß es für dich anders ist, ist bereits klar, weil du es ja anders verwendest.

@regineheidorn Findest Du "Grüne" für Dich inklusiver?
@AwetTesfaiesus Bezüglich Inklusion (jenseits meiner Befindlichkeit) ist die Bezeichnung Bündnis 90/Die Grünen oder Bündnisgrüne passend: denn es benennt, daß Die Grünen nicht nur aus dem in der BRD gegründeten Teil bestehen und macht Geschichte sichtbar.

@regineheidorn @AwetTesfaiesus Ich mag mich täuschen, aber ist der "Bündnis 90"-Anteil von #B90Grüne nicht ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den im Osten teilweise immer noch als "Westparteien" wahrgenommenen anderen demokratischen Parteien?

Und sollte das nicht stärker betont, bekräftigt und beworben werden? Oder ist das "Bündnis 90" schon zu lange her, um noch eine Rolle zu spielen?

@StephanB @regineheidorn

Da bin ich überhaupt nicht sicher.

Ich kenne ein Mitglied (im Westen geboren und total west-sozialisiert), das darauf besteht, es sei eigentlich Bündnis90 beigetreten. Den alten West-Grünen wäre er nicht beigetreten.

@regineheidorn
Schließe mich an. Ich lese zwar weiter, aber es wirft mich auch jedes Mal aus dem Text.
Auch mir kommt es eher verniedlichend vor.

@AwetTesfaiesus

@Sascha_Raubal @regineheidorn

Ich versuche es mal mit Bündnis-Grün; ok für Euch?

@AwetTesfaiesus @Sascha_Raubal Danke für das Aufnehmen der Kritik <3
@AwetTesfaiesus
Ich wollte nur noch eine zweite Meinung dazu geben.
Letztlich kannste ja schreiben, wie Du das für richtig hältst. Für mich sind die "Grünen" einfach je nach Kontext nur die Partei oder auch ihre Wähler und Unterstützer. Wenn es um bestimmte Ansichten geht, bin ich auch ein "Grüner". Und an der Wahlurne. Für politische Aktion fehlen mir aber neudeutsch die Löffel, und bei manchem bin ich auch eher raus.
@regineheidorn

@Sascha_Raubal @regineheidorn

Es gibt einige, die z.B. die ÖDP als Teil der "grünen Familie" sehen oder Lebensreform-Bewegungen und andere Vorfeld-Strukturen (Repair-Cafés). Das hätte ich gerne kommuniziert, aber ich verstehe, warum das aneckt.

@AwetTesfaiesus
Ehrlich gesagt hätte ich das alles sowieso nie unter deinem "Grüns" verstanden.

@regineheidorn